Verwaltung greift durch

Nach Vandalismus: Stadt sperrt Stadion nachts ab

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Scharfes Zeugnis einer Partynacht: Vandalismus-Vorfälle im Heinrich-Buchgeister-Stadion lassen die Stadt nun handeln.

Wenn die Aschenbahn zur Flaschenbahn wird: Nach wiederholtem Vandalismus im Heinrich-Buchgeister-Stadion kündigt die Stadt eine härtere Gangart gegen die Zerstörer an.

Werl - Das Stadion werde künftig nachts nicht mehr frei zugänglich sein. Auch werde man das Areal stärker überwachen. Das sagte Bürgermeister Michael Grossmann auf Anfrage.

Denn so sehr die Sportler sich hier auch innerhalb der Lauf-Linien bewegen: Die nächtlichen Treffen Unbekannter laufen nicht in geordneten Bahnen. Zuletzt hatte es zweimal Treffen mit umfangreichem Glasbruch und abgeknickten Schildern und Verkehrsspiegeln am Stadion im Sportpark gegeben. An Silvester, aber auch am jüngsten Wochenende zerdepperten Unbekannte Flaschen.

Scherben auf der Laufbahn

Scherben auf der Laufbahn – das sei gefährlich für die Sportler, sagt der Bürgermeister. Bislang war das Stadion rund um die Uhr zugänglich, um Bürgern ein breites Angebot für die sportliche Nutzung zu machen. Und auch gegen Treffen abseits des Sports habe man ja nichts, wenn sich die Teilnehmer denn an die Regeln halten. Tun sie aber nicht, bilanziert der Bürgermeister. Daher strebt die Stadt nun eine eingeschränkte Stadionöffnung, wohl orientiert an den Öffnungszeiten des benachbarten Allwetterbades an. Zwar weist ein Schild schon jetzt auf Einschränkungen hin.

Demnach darf das Stadion von 22 bis 6 Uhr nicht von Besuchern betreten werden. Dennoch war die Arena übers Drehkreuz zugänglich. Nun seien Konsequenzen aus dem Vandalismus zu ziehen, sagt Grossmann. „Es geht nicht mehr anders.“ Offenbar fehle es den Menschen, die sich dort treffen, an Verantwortungsbewusstsein. Zugleich appelliert der Bürgermeister an den gesunden Menschenverstand, wenn sich Gruppen treffen.

Bevölkerung soll Augen offen halten

Es gebe immer einzelne, die nur auf Zerstörung aus sind. „Aber man darf auch innerhalb einer Gruppe mal erwarten, dass sie solchen Menschen Einhalt gebietet, wenn sie im Suff Flaschen durch die Gegend werfen.“ Grossmann bittet die Bevölkerung, mit aufzupassen, wenn die Sicherheit gefährdet ist. Nicht zuletzt richte die Zerstörungswut auch einen wirtschaftlichen Schaden an, den die Allgemeinheit tragen müsse. Denn das Stadion muss gesäubert, die Gefahren beseitigt werden.

Nicht nur im, sondern auch rund um das Stadion finden sich nach nächtlichen Partys Scherben. Davon ist auch der Gehweg betroffen, weil Flaschen offenbar über die Zäune geworfen werden. Solche Verhaltensweisen kann der Bürgermeister nicht nachvollziehen. „Offenbar überlegen diese Leute nicht, dass sie andere gefährden, indem sie Gefahren schaffen oder die Sicherheit gefährden, indem sie wichtige Hinweisschilder umknicken“, sagt Grossmann.

So sei der Spiegel, der Autofahrer auf Schulkinder hinweist, umgeknickt worden. Kaum stand der Pfosten wieder, wurde er erneut flachgelegt. „Da fehlt offenbar jegliches Bewusstsein. Und wenn Menschen sich nicht mehr im Griff haben, dann müssen sie sich nicht wundern, wenn wir ihnen Einhalt gebieten“.

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