Sönneraner legen Einspruch ein 

Schützen müssen Gemeinnützigkeit ihrer Halle nachweisen

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In der Diskussion: die Schützenhalle im Stadtteil Sönnern. Der Vorstand der Bruderschaft ist überzeugt, die Gemeinnützigkeit belegen zu können.

Sönnern - Die Sönneraner Schützen blicken gespannt einem Steuerbescheid der Finanzbehörden entgegen. Diese nämlich haben in einem ersten Bescheid unterstellt, dass die Schützenhalle der Bruderschaft nicht die Voraussetzungen erfüllt, um den wichtigen Status der Gemeinnützigkeit zu besitzen.

Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting ist zuversichtlich, mit dem Einspruch gegen den vorliegenden Grundsteuer-Bescheid erfolgreich zu sein. Das hat Brudermeister Olaf Schmitz im Anzeiger-Gespräch versichert. Der Schützenchef erläuterte zudem die Hintergründe des laufenden Verfahrens.

Demnach spielen die Solaranlage auf dem Dach der Schützenhalle und die damit verbundenen Einnahmen im laufenden Verfahren keine Rolle. Vielmehr dreht sich alles um die Frage, inwieweit die Halle selbst als gemeinnützig eingestuft werden kann. 

„Wir sind sicher, den Finanzbehörden gegenüber belegen zu können, dass unsere Halle als gemeinnützig eingestuft werden kann. Gutachten bestärken uns in dieser Position“, sagt Schmitz. Die grundsätzliche Gemeinnützigkeit der Bruderschaft selbst spiele beim Einspruch der Schützen gegen den vorliegenden Bescheid ebenfalls keine Rolle, ergänzt der Brudermeister.

Das Problem: Das Finanzamt hat die Halle in seiner Schätzung anders eingestuft, sieht das Gebäude eher wie eine Art kleine Messehalle. Auf dieser Einschätzung beruht letztlich der sogenannte Einheitswert-Bescheid, den die Schützen erhalten hatten – und gegen den sie sich per Einspruch wehren. 

Sollten die Finanzbehörden der Argumentation der Bruderschaft folgen und die Gemeinnützigkeit der Schützenhalle anerkennen, wirkt sich das umgehend grundsteuermindernd für die Bruderschaft aus. Es gilt also, dem Finanzamt nachzuweisen, dass die wirtschaftliche Nutzung keinesfalls, wie im Steuerbescheid unterstellt, überwiegt.

Das alles habe mit der grundsätzlichen Einnahme-Situation, etwa mit Blick auf das Solardach, nichts zu tun. „Diese Einnahmen haben wir natürlich korrekt versteuert. Das bestreitet das Finanzamt auch gar nicht“, so Schmitz. 

Aktuell prüft das Finanzamt die Situation anhand der Jahresabrechnung 2016; das Vorjahr scheidet als Berechnungs-Grundlage wegen des Brandes aus. Wann die Bruderschaft in Sönnern erfährt, ob sie mit ihrem Einspruch Erfolg hat, weiß Schützenchef Schmitz nicht.

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