Mehrheit spricht sich für Verbleib der Tennisabteilung im Werler TV aus

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Der Tennisvorstand des Werler TV mit Sophie Khan (von links), Niklas Bömelburg, Frithjof Konrad, Martin Bömelburg, Philip Wendel und Matze Woisky gewann die Vertrauensfrage.

Werl - Optimistisch geben sich die Tennisspieler des Werler TV, bis zum Ende des Jahres das Ruder doch noch herum reißen und die Schließung ihrer Abteilung verhindern zu können.

Am Freitagabend hatte der Abteilungsvorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ins Vereinsheim an der Höppe geladen, um gemeinsam die Geschehnisse der letzten Wochen aufzuarbeiten und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Grund für den Ärger ist die Entscheidung des Werler TV, die Tennisabteilung zum 1. Januar 2018 zu schließen (wir berichteten). Das hatte bereits im Vorfeld für mächtig Zündstoff gesorgt: Der Streit entzündete sich an einer Beitragserhöhung um monatlich zwei Euro. Der Ball ging hin und her. Der Hauptvorstand um Manfred Klein und Michael Kuge bezichtigte die Tennisabteilung, Entscheidungen der Mitgliederversammlung nicht anerkennen zu wollen. Als die Tennissportler den Landessportbund um Mediation baten, stand plötzlich der Vorwurf der üblen Nachrede im Raum. Das Gespräch mit einem Vermittler scheiterte. Stattdessen folgte der Rauswurf.

Obwohl bis zum neuen Jahr nicht viel Zeit bleibt, will die Tennisabteilung nun noch einmal das Gespräch mit dem Gesamtvorstand suchen. Was den Tennisvorstand dabei optimistisch stimmt: Auf der außerordentlichen Versammlung am Freitag stellte sich dieser der Vertrauensfrage – und gewann diese.

Dazu eine weitere Mitgliederentscheidung: „Unsere Abteilung lehnt die Gründung eines eigenen Vereins aktuell mehrheitlich ab“, sagt Tennis-Vorstandsmitglied Frithjof Konrad. „Das zeigt uns: Wir wollen gemeinsam mit dem Verein an einer Lösung arbeiten.“ Wie die aussieht, wird sich noch zeigen. Umso zuversichtlicher ist der Vorstand dabei, nach der gewonnen Vertrauensfrage mit Rückenwind ins Gespräch mit dem Werler TV zu kommen. Viel Zeit bleibe nicht, um konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Deshalb liege es nun an ihm, den Ball rasch aufzunehmen.

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