Trotz weniger Schutz

Maskenpflicht, aber „der Bart bleibt dran“

Peter Kubath mit Bart und Maske
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Auch Peter Kubath trägt seinen Bart mit Stolz.

 FFP2-Masken und Bärte sind nicht füreinander bestimmt. Experten sind sich sicher, dass die Atemschutzmasken ihre Wirkung beim Tragen über dem Gesichtsschmuck verfehlen.

Werl - Der Bart verhindert das direkte Aufliegen der Maske auf die Haut – das sagen Fachärzte. Sie geben zu bedenken, dass die Luft dadurch an den Seiten ein- und ausströmen kann.

Das weiß auch der Holtumer Bartträger Peter Kubath. Von seiner Gesichtsbehaarung würde er sich deshalb aber nicht trennen. „Mit dem Bart und der FFP2-Maske habe ich vielleicht 80 Prozent Sicherheit“, meint der Holtumer, „es ist mit Bart eine Reduzierung, aber die nehme ich in Kauf.“

Weiter berichtet er: „Ich war vor 50 Jahren bei der Bundeswehr und da hatte ich eine Gasmaske auf. Diese haben wir in einem Raum testen können.“ Er meint, wenn jemand eine volle Sicherheit haben möchte, müsste dieser eine Gummimaske mit Filter tragen. „Ich trage die Maske nach Vorschrift und mehr kann ich nicht machen“, sagt Peter Kubath. Zu einer Radikal-Rasur sagt er energisch: „Nein, mein der Bart bleibt dran. Falls einer sagt, dass die FFP2-Maske in Verbindung mit meinem Bart zu wenig ist, dann ist das halt so. Da bin ich unbesorgt, für mich ist das genug.“

Gleich zwei Probleme: Bart und Brille

Als Brillenträger hat Peter Kubath noch ein weiteres Problem. Bei wechselnden Temperaturen beschlägt die Brille häufig. Dies kann vor allem beim Einkaufen sehr lästig sein. „Ich habe jetzt eine Atemschutzmaske, bei der im oberen Bereich Schaumstoff ist, das hält den Atem ein wenig von der Brille ab“, so Kubath.

Der Werler Tim Kühlmann will seinen Bart ebenfalls nicht loswerden, damit die Maske einen besseren Sitz auf seiner Haut hat: „Das wäre das Letzte, was ich machen würde.“ Erst, wenn die Gesundheit erheblich durch die Gesichtshaare gefährdet wäre, würde er sich von seinem Bart trennen. Auch in seinem Bekanntenkreis sind einige Bartträger. „Da hat sich noch keiner Gedanken gemacht, den Bart wegen der Masken zu entfernen“, so Kühlmann. Er selber hat sich an die FFP2-Maske gewöhnt. „Ich trage die fast den ganzen Tag und habe da kein Problem mit.“ Während der Arbeitszeit halte er die Corona-Regel penibel ein. Unsicher fühle er sich nicht in diesen unruhigen Tagen, sagt Tim Kühlmann. Er ist als Gas- und Wasserinstallateur bei den Stadtwerken beschäftigt. „In unseren Gebäuden, bei Kunden und wenn Fremdfirmen dazu kommen, müssen wir die Atemschutzmaske sowieso tragen“, sagt er.

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