Alte Scheunen und Hügellandschaft sollen weichen

Am Mariannenhospital: Mehr Platz fürs Parken

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Nicht jeder hat einen festen Parkplatz am Krankenhaus. Darum soll die Zahl der Stellplätze erhöht werden, der Hügel zum Teil weg.

Werl – Diese „Operation“ ist ein Eingriff mit Folgen. Aber statt Gallen- oder Nierensteine werden etliche Steine des alten Scheunen-Ensembles entfernt. Und „über den Berg“ sollen nicht nur die Patienten sein: Auch die modellierte Hügellandschaft hinter dem Mariannenhospital gehört bald wohl teilweise der Vergangenheit an.

Das Parken hinter dem Werler Krankenhaus soll neu geregelt werden. Denn Parkraum ist schon lange knapp. Mit den Überlegungen, den angrenzenden Edeka-Markt Sauer zu erweitern, stieg nun der Druck auf die Planer, sich auch intensiv Gedanken zu machen, wie das mit dem ohnehin knappen Parkraum rund um das Mariannenhospital an der Unnaer Straße vereinbart werden kann.

Scheunen werden weichen

Nun gibt es erste Pläne, teilt der Kaufmännische Direktor Thorsten Roy auf Anfrage unserer Zeitung mit. Demnach soll im hinteren Bereich des Krankenhauses neue Parkplätze entstehen. Dort stehen noch alte Scheunen, die dafür weichen würden. Zudem werde man einen Teil der optisch trennenden Hügellandschaft entfernen müssen, aber alles „landschaftlich anpassen“, sagt Thorsten Roy, der zudem versichert: „Es gibt keine Nachteile für die Patienten“. Schon jetzt gebe es in diesem Bereich hinter dem Hospital viel Rangierverkehr. 

Gekoppelt ist diese Maßnahme an der Umsetzung der Edeka-Erweiterung. Der Lebensmittelmarkt liegt auf dem Hospital-Areal; daher ist der Katholische Hospitalverbund Hellweg auch Bauherr der Maßnahme. Man warte derzeit auf die Zahlenberechnung der Kosten für den Ausbau. Ob er tatsächlich zum tragen kommt, hänge aber letztlich an der Edeka und an Kaufmann Franz Sauer.

Pläne des Edeka zum Ausbau des Marktes

Noch liegen die letzten Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit und damit die „endgültigen Zahlen“ nicht vor. Das soll aber bald soweit sein, versichert Kaufmann Franz Sauer. Denn unverändert soll der Edeka-Markt an der Unnaer Straße um rund 350 auf 1 600 Quadratmeter Verkaufsfläche vergrößert werden. Bauherr wird der „Katholische Hospitalverbund Hellweg“ als Besitzer des Edeka-Markts und des Grundstücks. Edeka mietet die Räume an, Franz Sauer betreibt das Geschäft. Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag gestellt werden. Wenn es dann 2020 mit dem Umbau etwas werde, „bin ich ein glücklicher Mann“, sagt Franz Sauer. Der Markt werde nach vorne auf die Parkplatzfläche erweitert. Er soll aber auch ein komplett neues Innenleben erhalten. „Alles kommt raus“, kündigt der Kaufmann an. 1,5 Millionen Euro wird er in den Ausbau stecken; der Edeka-Markt wird dann für rund vier Wochen komplett dicht bleiben müssen. „In den sauren Apfel werden wir beißen müssen.“ Dass es zum Ausbau kommt, davon geht der Westönner fest aus. „Wir müssen schließlich nach vorne laufen.“ Die Maßnahme sei dringend nötig.

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