Mariannen-Hospital zu 91 Prozent ausgelastet

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Schaut auf ein „super Jahr“ zurück: das Mariannen-Hospital in Werl.

WERl -  Ein Fazit für 2013? Da muss Thorsten Roy nicht lange überlegen. „Das Jahr war super“, sagt der kaufmännische Direktor des Mariannenhospitals und belegt diese Aussage mit Zahlen. Die Belegungsquote habe über das Jahr gesehen bei 91 Prozent und damit deutlich über den Erwartungen gelegen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren die 138 Betten des Hospitals im Schnitt zu 86 Prozent belegt.

Auch bei der Zahl der behandelten Patienten verzeichnete das Krankenhaus ein Plus. Sie lag im Jahr 2013 bei 5 200 und damit nochmal um 100 Patienten über der Planzahl. Im Jahr 2012 waren es 4874 Patienten. Das ist eine Steigerung um gut sechs Prozent.

Wichtiger als die reine Patientenzahl sei für die Klinik aber die Fallzahl, erläuterte Roy. Diese errechnet sich aus der Patientenzahl und Faktoren für den Schweregrad der behandelten Fälle. Hier habe das Mariannenhospital sogar um gut acht Prozent zugelegt.

Roy sieht in den Zuwächsen ein Beleg für die große Patientennachfrage, die wiederum auf den Ausbau des Leistungsspektrums in Werl zurückzuführen sei. In der Chirurgie habe das Mariannenhospital durch die Anstellung eines weiteren Spezialisten sein Profil im Bereich der Schulteroperationen geschärft. In der internistischen Abteilung pflegt das Mariannenhospital seit Jahren den Schwerpunkt Diabetologie, etwa die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms. Erst kürzlich fand in Werl der 12. Diabetes-Kongress mit 160 Teilnehmern statt.

Wichtigste Investition im laufenden Jahr wird die Anschaffung eines neuen Spezialgerätes zur Behandlung von Durchblutungsstörungen für rund 500 000 Euro sein (Anzeiger berichtete). Rund 800 Fälle werden pro Jahr mit bisherigen, inzwischen in die Jahre gekommenen Gerät behandelt. Das Gerät steht auch Patienten aus den anderen Kliniken des Hospitalverbunds Hellweg zur Verfügung, dem Katharinen-Hospital in Unna und dem Marienkrankenhaus in Soest.

Für das Werler Krankenhaus und seine gut 250 Mitarbeiter schaut Roy positiv in die Zukunft. Ungewiss sind allerdings noch die Auswirkungen des neuen Krankenhausbedarfsplans, der Ende 2014 verabschiedet werden soll. Landesweit sollen tausende Betten wegfallen. „Wir sind gerade dabei, die Daten ans Land zu übermitteln“, sagt Roy. Zur Diskussion stehen könnte hierbei in Werl – wegen sinkender Patienten und Operationszahlen – die gynäkologische Belegabteilung. - dom

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