Nahe des Golfplatzes

Mäusebussard attackiert Jogger im Stadtwald

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Mäusebussard

Werl – Der Greifvogel versteht während seines Brutgeschäftes offensichtlich keinen Spaß: Das bekam ein Jogger am Montagmorgen im westlichen Teil des Stadtwalds zu spüren.

Nahe des Golfplatzes an den Windwurfflächen griff der Mäusebussard den Läufer an. Das Tier habe sich erst nach einigen Abwehrversuchen mit einem Stock vertreiben lassen, berichtet Jürgen Staubach, Grünflächen-Abteilungsleiter beim Kommunalbetrieb (KBW) über den Vorfall.

Das leuchtend rote Laufshirt des Geschädigten wurde bei der Attacke erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Bereich des Stadtwalds wird insbesondere von Läufern und Walkern gerne als Trainingsstrecke genutzt. Erfahrungsgemäß werden insbesondere leuchtend gekleidete und sich schnell bewegende Personen von den Elterntieren angegriffen.

Gefahr bis Ende des Monats

„Dieses Verhalten von brütenden Greifvögeln kommt immer mal wieder vor. Sie wollen die Jungtiere gegen Eindringlinge verteidigen, die sich im nahegelegen Horst befinden“, so Staubach. Bis zum Monatsende sind die Jungen in der Regel flügge und verlassen endgültig das Nest. Danach verhalten sich die Elterntiere wieder völlig normal.

Sollten Erholungssuchende in den kommenden Wochen nicht auf das Betreten dieses Waldstücks verzichten wollen – was die beste Lösung wäre – rät Staubach zur Vorsicht. In der Regel erfolgen die lautlosen Angriffe von hinten auf den höchsten Punkt – bei einem Menschen der Kopf. Daher sei eine Kopfbedeckung angeraten. „Wir werden die Situation in den nächsten Tagen auf jeden Fall weiter beobachten“, so Staubach.

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