Tatort Langenwiedenweg

20 bis 30 Männer prügeln auf Imbiss-Mitarbeiter ein

+
20 bis 30 Männer sollen nach Angaben der Polizei am Samstagabend einen Imbiss-Mitarbeiter in Werl verprügelt haben.

[Update 12.40 Uhr] 20 bis 30 Männer sollen nach Angaben der Polizei am Samstagabend einen Imbiss-Mitarbeiter in Werl verprügelt haben. Die Kripo sucht jetzt Zeugen. Und es stellen sich auch der Polizei "viele Fragen".

Werl - Gegen 21 Uhr betrat demnach ein bislang noch unbekannter Mann am Samstag den Antalya Grill am Langenwiedenweg in Werl. Dort sprach er einen Mitarbeiter an.

"Das spätere Opfer ging daraufhin mit dem Mann aus dem Geschäft hinaus. Der Unbekannte wollte eine angeblich durch den Mitarbeiter begangene Vorfahrtsverletzung im Straßenverkehr besprechen", schildert die Polizei.

Sechs bis zehn Autos vorgefahren

Plötzlich sollen sechs bis zehn Autos vorgefahren sein, berichten Zeugen. "20 bis 30 Männer stiegen aus ihren Fahrzeugen aus", erklärt die Polizei. Diese sollen auf den Mitarbeiter eingeschlagen haben; das Opfer sei dann zu Fuß über den Langenwiedenweg in Richtung Hansering geflohen, sagt Polizeisprecher Holger Rehbock. Offenbar machte die Meute aber keine Anstalten, ihr Opfer weiter zu verfolgen. Vielmehr setzten sich die Angreifer wieder in ihre Autos und fuhren Richtung Hammer Straße davon.

Der Imbiss-Mitarbeiter wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er kurze Zeit später wieder verlassen könnte. Wie schwer die Verletzungen sind, ist nicht bekannt. 

Auf Imbiss-Mitarbeiter eingeschlagen: Fragen zu den Hintergründen

Vor allem aber hat die Polizei Fragen zu den Hintergründen. Ob es sich womöglich um eine reine Einschüchterung des Opfers handeln könnte? Oder wie es sein kann, dass dem Mann trotz der Übermacht von rund 30 Kontrahenten die Flucht gelang? Ob der Grund des Verkehrsdelikts vielleicht nur vorgeschoben war? "Wir werden darüber nicht spekulieren oder Mutmaßungen anstellen", sagt Rehbock dazu. Vielmehr ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Dazu gehört auch die Vernehmung des Opfers.

Es gibt drei Zeugenaussagen, sagt der Polizeisprecher. Allerdings liege keine Täterbeschreibung vor. "Nur, dass es viele Menschen waren." Zudem gibt es Fragmente von Kennzeichen, aber noch keinen Treffer. Ein Kennzeichen gebe es nicht so, wie sich ein Zeuge zu erinnern glaubte. Waffen sollen bei dem Übergriff nicht zum Einsatz gekommen sein. 

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen der Körperverletzung und bittet nun weitere Zeugen, sich zu melden, die Angaben zu dem Vorfall oder den Tatbeteiligten machen können. Hinweise unter Telefon 02922 91000.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare