Aus Alt mach Neu: Erstes Repair-Café öffnet in Westönnen

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Das Team des Repair-Cafés hatte schon am ersten Tag gut zu tun. 21 Teile von der Vase bis zum Küchenstuhl wurden zur Reparatur abgegeben.

Westönnen – Reparieren statt wegschmeißen – das ist das Motto von Repair-Cafés. Nun gibt es so ein Café auch in Westönnen. Organisiert und durchgeführt wird es von der Caritas Konferenz Westönnen. Jeden ersten Mittwoch im Monat kann dort jeder seine kaputten Haushaltsgeräte abgeben und gegen eine Spende reparieren lassen.

Es herrscht reges Treiben in den Räumen der Oststraße 9. Mit konzentriertem Gesichtsausdruck beugen sich die freiwilligen Helfer der Caritas Konferenz über Staubsauger, Föhn und Bügeleisen. Es wird an Kabeln gewackelt, in Öffnungen geleuchtet, Decken oder Kappen abgeschraubt. 21 Teile wurden am ersten Tag bereits zur Reparatur gebracht. „Wir sind sehr erfreut, dass das Angebot so gut angenommen wird“, sagt Maria Kemper, Sprecherin der Caritas Konferenz.

Die Idee, ein Repair-Café zu machen, gab es schon länger. Mit dem Gebäude an der Oststraße 9 konnten die Ehrenamtler nun auch die passenden Räumlichkeiten dafür finden. „Der Vermieter ist uns hier sehr entgegengekommen, und weil wir die erste Konferenz im Bistum sind, die so etwas anbietet, werden wir auch von der Stiftung in Paderborn unterstützt“, berichtet Kemper.

Auch Stühle können im Repair-Café abgegeben werden. Sie werden von Schreiner Konrad Radke instand gesetzt.

Neun Männer und zwei Frauen gehören derzeit zum freiwilligen Team des Repair-Cafés. Während die Männer in der kleinen Werkstatt tüfteln, versorgen die Frauen die Wartenden mit Waffeln und Kaffee. „Es kann jeder vorbeikommen, auch, wer nur einen Kaffee trinken will“, sagt Kemper.

Die Reparateure kommen aus allen Bereichen: Manche sind gelernte Elektriker, andere Schreiner „Wir haben auch einen, der sich mit Handys auskennt.“ Jedes Teil, das im Repair-Café abgegeben wird, bekommt eine Nummer und wird auf einem Bogen festgehalten. Neben Haushaltsgeräten können übrigens auch Fahrräder abgegeben werden, erklärt Kemper. Der Service ist kostenlos, „trotzdem freuen wir uns natürlich über jede Spende.“

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