Stadt reagiert auf Anlieger-Beschwerde

Licht und Lärm: Ärger rund um die Sälzer-Sekundarschule in Werl

Spuren einer Feier an der Sälzer-Sekundarschule: Ein Anwohner fotografierte den Müll und hält die Zustände für untragbar.

Werl - Eine „Flutlichtanlage“, damit Jugendliche bis tief in die Nacht an der Sälzer-Sekundarschule Basketball spielen können? Nein, so sei das nicht, entgegnet die Verwaltung auf die Fragen eines genervten Anwohners und bringt aus anderer Sicht „Licht ins Dunkel“.

Man habe vielmehr die Lichtanlage installiert, damit die Videoüberwachung nicht nur schwarze Bilder abliefert, erläutert Iris Bogdahn, zuständige Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung, auf Anzeiger-Anfrage. 

Diese Video-Anlage sei angebracht worden nach zahlreichen Vandalismus-Vorfällen an der Sekundarschule. Und sie zeige „deutliche Erfolge: Die Zahl der Zerstörungen ist deutlich zurückgegangen.“

Nächtlicher Vandalismus durch Jugendliche in Werl

Dass mehr Licht aber auch mehr Jugendliche anzieht, die sich auf dem Schulhof zum Sport und „Abhängen“ treffen, davon wisse sie nichts. Wohl aber jener Anwohner, der sich über Lärm, aber auch zunehmenden Verschmutzung beklagt und das auch mit einem Foto vom jüngsten Wochenende dokumentiert. Es zeigt Alkoholflaschen und Müll im Eingangsbereich. Von „betrunkenen und randalierenden Jugendlichen, die regelmäßig an der Schule Partys mit Alkohol und Musik feiern“, berichtet der Anwohner. 

"Die müssen ja auch irgendwo hin"

Iris Bogdahn bringt die aktuelle Vermüllung mit der Revue in Zusammenhang, die es am Wochenende an der Schule gab. Vermutlich hätten die Jugendlichen danach gefeiert und womöglich etwas über die Stränge geschlagen. Zumindest habe die Nachfrage beim Hausmeister der Schule keine Besonderheit zutage gefördert. Es könne ja sein, dass „hier und da mal ein bisschen Müll rumliegt“, sagt Bogdahn. 

Aber die Schulhöfe seien nun mal Treffpunkte für Jugendliche. „Und die müssen ja auch irgendwo hin.“ Man könne die Jugend schließlich „nicht aus der Stadt jagen“. Wenn Lärm oder Schmutz überhand nehmen, sollten Anlieger die Polizei rufen, rät sie. Die informiere dann das Ordnungsamt. 

Basketball kann an der Schule gespielt werden. Aber das müsse nicht bis in die Nacht sein, beschwert sich ein Anlieger.

Der Anlieger hingegen moniert, dass es auf dem gesamten Schulgelände kein Schild gebe, dass eine Benutzungsordnung beinhaltet. Nun werde „zu jeder Uhrzeit Sonn- wie Feiertag bis in die Nacht Basketball gespielt“, gebe es Autorennen auf dem Schulhof, wurden Kanaldeckel gestohlen – und „um 24 Uhr tanzten Autofahrer mit geöffneter Heckklappe und lauter Musik vor unserem Haus“, es werde auch in die Gärten gepinkelt. Der Anwohner ist sauer: „Es kann nicht unsere Aufgabe sein, jede Woche nachts bei der Polizei anzurufen.“

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