Launischer April

Schon Sommer- oder noch Winterreifen? Experten geben Tipps

Reifenwechsel bei Reifen Lütke in Werl
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Die Wechsel-Saison auf den Sommerreifen läuft langsam an, sagt Bernd Lütke (hinter der Maske), während Mitarbeiter Tim Steven schon praktisch Hand anlegt.

Sommer oder Winter? Das ist bei vielen Autofahrern die große Frage, auf welchem Gummi man in diesen launischen Apriltagen am sichersten unterwegs ist.

„Von O bis O“, von Oktober bis Ostern (oder umgekehrt), lautet eine alte Faustformel. Und auch bei Reifen Lütke in Werl läuft der Wechsel von Winter- auf Sommerpneus an, aber langsam.

Kein Wunder nach den mal fast sommerlichen Temperaturen in der vergangenen Woche. Doch zu früh gefreut. Der April bescherte in diesen Tagen wieder Schnee, was einige Kunden davon abhielt, die Sommerreifen auf ihren Pkw aufziehen zu lassen; sie stornierten erstmal ihren Termin.

Firmen-Chef Bernd Lütke spricht daher von eher „schwimmenden“ Stichtagen in Sachen Reifenwechsel, die im Service-Betrieb an der Hammer Straße etwa von April bis Ende Mai liegen. „Es gab sogar Autofahrer, die erst im August vorstellig wurden“, ergänzt sein Mitarbeiter Sven Salewski. Das aber sind Ausnahmen.

Erst bei dauerhaften Temperaturen ab 7 Grad beginne die Zeit für Sommerreifen, empfiehlt Bernd Lütke. Daher wundert er sich nicht über die vermehrten Terminverschiebungen seiner Kunden in diesen wechselhaften und kalten Tagen. Der Kunde entscheidet schließlich selbst, wie er die für Deutschland geltende „situative Winterreifenpflicht“ interpretiert.

Wer seinen Reifenwechsel-Termin jetzt abgesagt hat, wird in den nächsten zwei Wochen kaum einen neuen bekommen. Aber das Wetter ist dann ja schon wieder ein Stück weiter in Richtung Sommer. Man riskiert allerdings nicht nur eine höhere Abnutzung des Materials,  eine schlechte Haftung und lange Bremswege auf trockener Straße hat der ADAC nach entsprechenden Tests festgestellt.

Auf den Winter richtig vorbereitet zu sein, sei wichtiger, heißt es bei den Experten in der Werler Werkstatt. Im Oktober/November sei bei entsprechendem Witterungseinbruch der Ansturm darum auch viel größer als er zurzeit herrscht. Für die gut ein Dutzend Mitarbeiter bei Lütke bedeuten solche Hoch-Zeiten dann bis zu 50 bis 60 Kundenfahrzeuge am Tag, die mit jahreszeitgerechten Gummis ausgestattet werden müssen.

Und was ist mit den sogenannten Allwetter-Reifen? Wer wenig fährt und eher in der nahen Region bleibt, so Lütke, könne damit durchaus gut unterwegs sein – auch das ganze Jahr über. Wenn es aber solche Wetterkapriolen wie den Schneeeinbruch im Februar gibt, dann kann es auf Ganzjahres-Pneus die Haar hinauf nicht nur in Richtung Wickede schon mal kritisch werden, weiß Bernd Lütke von Kollegen. Da waren die echten Winterreifen nochmal echt gefragt.

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