Es sollte dem Opfer Mut machen

Nach schwerem Rad-Unfall: Mädchen verschenkt Kuscheltier

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Werl - Bei so viel jungem Mitgefühl geht einem das Herz auf. Dabei kennt die kleine Dame den 66-jährigen Mann gar nicht näher, der da mit dem Fahrrad unter den Lkw gekommen war.

Die Kleine weiß lediglich, dass er in ihrer Nachbarschaft wohnt und dass sie auf dem Weg zum Kindergarten jeden Tag an seinem Haus vorbei geht. Die Frau des Verunglückten arbeitet in Wickede und erzählte jetzt die kleine Randbegebenheit von dem schweren Fahrradunfall. In dessen Folge war ihr Gatte am Samstagmorgen mit dem Fahrrad auf dem Westuffler Weg in Werl unter einen abbiegenden Lkw geraten, noch einige Meter mitgeschleift und unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden.

Die Nachbarin war mit den Kindern im Auto Zeuge des Unfalls, hielt sofort an und eilte raus, um dem 66-Jährigen zu helfen. Die Kinder bekamen die Order, im Auto zu bleiben und dort zu warten. Spontan reichte die Grundschülerin ihr Kuscheltier an die Mutter weiter. Ihre Bitte: Das Tier soll mit zu dem Verunglückten unter den Lkw, soll ihm Mut machen, damit er gut durchkommt.

Die Wünsche der Kleinen wurden erhört: Mit einem Hebekissen konnte der Lkw so weit angehoben werden, dass die Rettungskräfte den Mann befreien und nach Soest ins Klinikum bringen konnten. Doch der jungen Dame blieb es an diesem Tag ein ganz großes Anliegen, zu erfahren, wie es dem Fahrradfahrer geht.

Mit der Mutter zum Krankenhaus gefahren

Also fuhr sie mit ihrer Mutter am Nachmittag zum Krankenhaus, wo der 66-Jährige auf der Intensivstation lag. Die Kleine musste lange warten. Aber sie blieb geduldig, bis sie schließlich zu dem Mann vorgelassen wurde und ihm mit lieben Wünschen für eine gute Besserung eine kleine Pralinenschachtel schenkte.

Die kleine Geschichte macht deutlich: Das Gefühl dafür, dass Menschen in Not Trost und Zuspruch brauchen, ist offenbar keine Frage des Lebensalters. Übrigens: Der 66-Jährige ist mittlerweile auf der normalen Station und wird wohl in Kürze entlassen. Er hatte sich bei dem Unfall neben einigen leichteren Blessuren glücklicherweise nur die Schulter ausgekugelt. Ganz wichtig war dabei, dass er einen Helm getragen hatte. Der nämlich hat ihn vor schweren Kopfverletzungen bewahrt.

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