Buch „Das Dingsda“ wirft kreativen Blick auf die Stadt

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Petra Kook (vorne, Zweite von rechts), künstlerische Leiterin der Werler Kunstwerkstatt, stellte nun gemeinsam mit den Künstlern das Buch „Das Dingsda“ vor.

Werl - Im Jubiläumsjahr der Stadt haben junge Künstler ein Buch über Werl gestaltet und nun veröffentlicht. Unter dem Titel "Das Dingsda“ bahnt sich eine Fantasiefigur ihren Weg durch das "Werler Universum".

„Was ist Dasda?“, fragte ein pakistanisches Mädchen immer wieder beim Malen in der Werler Kunstwerkstatt, wenn sie nach dem passenden Begriff suchte. Einige junge Werler Künstler haben nun kreative Antworten darauf gefunden. In dem Buch „Das Dingsda“ haben sie sich auf eine Erkundungstour durch Werl begeben. 

Am Samstagnachmittag stellte Petra Kook, künstlerische Leiterin der Werler Kunstwerkstatt, dieses Buch nun offiziell vor, hatte dazu öffentlich eingeladen. Auch Sponsoren sowie Bürgermeister Michael Grossmann waren anwesend. Über 100 Gäste zählte Petra Kook am Ende. „Das war ein voller Erfolg“, lautete ihr Fazit. 

Die Idee zu dieser etwas anderen Lektüre war eigentlich schon vor einigen Jahren entstanden. Ein männlicher Besucher der Kunstwerkstatt hatte die Bilder der Kinder gesehen, wollte deren Gedanken dazu aufnehmen und alles in einem Buch verpacken. Selbst betitelte er sich als Künstler, trat aber nicht wieder in Erscheinung, sodass die Idee als solche im Raum stehen blieb. Enttäuschung hierüber breitete sich aus und so entschloss sich die „Gruppe 5“ dazu, selbst Hand anzulegen. 

Die Entwürfe zu dem Buch entschieden die Gruppen per Votum. Das Ergebnis, das Buch „Das Dingsda“, hielten sie nun stolz in den Händen. Entstanden ist ein Produkt voller Fantasie, das sich im Geburtstagsjahr der Wallfahrtsstadt Werl auf eine Erkundungsreise begibt.

Wie der Name schon verrät, dreht sich die Geschichte dabei um das "Dingsda" - einer Fantasiefigur mit vorwitzigem Blick, zwei winzigen Hörnern und einem Körper aus Packpapier. Das „Dingsda“ ist unterwegs im Werler Universum, besucht zum Beispiel den Geschichtsbrunnen vor dem Amtsgericht oder das bronzene Stadtmodell ein paar Meter entfernt. Dabei haben die Macher Platz für viele Informationen, aber auch für eine Portion Ironie gelassen. 

„Das Buch ist super angekommen“, berichtete Petra Kook. Zudem sei direkt die Frage gestellt worden. „Wann gibt es so etwas wieder?“ Bei dem Thema musste Kook aber vorerst enttäuschen: „So schnell nicht, es war ein großer Aufwand und viel, viel, viel Arbeit. Jetzt geht es erst einmal wieder in die Normalität.“

Auch die Eltern und Kinder, die in der Kunstwerkstatt aktiv sind, hatten sich an der Veranstaltung beteiligt. Nach der Buch-Vorstellung im Sitzungssaal wartete auf die Besucher ein Kuchenbüfett.

Ab sofort ist das Buch „Das Dingsda“ in der Steins´schen Buchhandlung zum Preis von 12,50 Euro erhältlich. Die Auflage umfasst 500 Exemplare. Der Erlös kommt dem Sozialfonds der Kunstwerkstatt zugute. Dieser unterstützt sozial schwache Teilnehmer.

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