Geplante Erschließung des Baugebiets

Unmut bei Bürgern: Forderung nach Anbindung an K18n

Werl17033139 Luftbild
+
Das Wohngebiet Schlesienstraße/Mönigstraße/Vincenz-Frigger-Straße ist eine Sackgasse, nun sollen hier 30 weitere Häuser entstehen (roter Kreis). Anwohner fordern die Anbindung an die K 18n. 

Büderich - In Büderich gibt es Kritik an der geplanten Erschließung des Baugebiets zwischen Schlesienstraße und Mönigstraße. Es gibt Anschreiben von Bürgern der Schlesienstraße, die den Verkehr nicht vor ihrer Haustür wollen. Eine Anbindung an die K 18n solle her. Das aber will die Stadt nicht.

Dass Schreiben mit Anregungen vorliegen, Bürger auch ihren Unmut kundtun, bestätigte Stadtplaner Ludger Pöpsel am Dienstag auf Anfrage. Auf zwei 17 000 Quadratmeter großen Flächen sollen rund 30 Häuser entstehen. 

Ende Juni warf das im Planungsausschuss die Frage auf, wie der Verkehr denn geführt werden solle. Die CDU plädierte damals für eine Baustraße vom Norden (K 18 n) aus, sodass der Bauverkehr aus Büderich herausgehalten würde. 

Die SPD ging noch einen Schritt weiter: Eine solche Straße könne doch auch dauerhaft als Anbindung an das Baugebiet dienen und ins Straßennetz integriert werden, um den Büdericher Ortskern vom Verkehr zu entlasten. 

Das aber will die Stadtverwaltung nicht. Das Wohngebiet Schlesienstraße/Mönigstraße/Vincenz-Frigger-Straße sei bewusst als Sackgasse angelegt worden. „Wenn wir da die Schleusen öffnen, dann gibt es Verkehr an der Stelle, den wir da alle nicht haben wollen“, hatte Ludger Pöpsel im Ausschuss gesagt. 

Eine Baustraße, die sicher auch für längere Zeit offen bleiben könne, sei zwar denkbar – grundsätzlich aber solle das Baugebiet später von der Schlesienstraße aus erschlossen werden. 

Schon Mitte der 90-er Jahren habe die Stadt die Gefahr gesehen, dass es bei einem direkten Anschluss des Wohngebiets an die K 18 n die Gefahr von Schleichwegen gebe. 

Vom 5. September bis zum 5. Oktober liegen die Pläne öffentlich im Rathaus zu den Dienstzeiten aus; sie werden auch elektronisch einsehbar sein. Dann können Bürger ihre Anregungen und Bedenken vorbringen, die Verwaltung wird sich eine Meinung bilden – und der Politik zur Entscheidung vorlegen. 

Ein weiterer Bürger, Anwohner der Straße Am Feldrain, hat sich unterdessen an die SPD gewandt; sie solle sich für eine ständige Anbindung des Baugebiets an die K 18n einsetzen. Der Wirtschaftsweg „Im Felde“ führe bereits zur K 18 n.

 „Schon jetzt leiden unzählige Anwohner von Schlesienstraße und Am Feldrain durch die meines Erachtens städtische Fehlplanung, den gesamten Anbindungsverkehr der bestehenden Neubaugebiete über die Schlesienstraße abzuwickeln“, schreibt der Bürger. Dieses Nadelöhr werde sich verschlimmern, wenn die Stadt bei ihrer „unverständlichen Ansicht“ bleibe. 

„Es ist allen klar, dass der Verkehr zunimmt, aber es käme den Anwohnern von Schlesienstraße, auch Kindergarten und Schule, und Am Feldrain zugute, wenn sich der Verkehr verteilen würde“, heißt es in dem Schreiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare