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Spenden für Ukraine-Flüchtlinge: Hier wird noch gesammelt

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Von: Dominik Maaß

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Krieg in der Ukraine: Werler sammeln für die Flüchtlinge.
Krieg in der Ukraine: Werler sammeln für die Flüchtlinge. © Foto: dpa/Petr David Josek

Fast fünf Tonnen an Hilfsgütern seien bei der privaten Sammelaktion für Flüchtlinge aus der Ukraine zusammengekommen, berichtet Organisator Matthias Hejosch. Der Holtumer sagt, er freue sich sehr über die große Hilfsbereitschaft. Seine Kapazitäten seien aber nun erschöpft, mehr Waren könne er nicht mehr annehmen. Bei der Thomas Baumaschinen GmbH aus Werl können aber noch Spenden abgegeben werden.

Werl - Ganze Fahrzeugladungen mit Babynahrung und Getränken seien zur Schützenhalle nach Holtum gebracht worden. „Das ist wirklich toll“, so Hejosch. Leider hätten einige wenige den Aufruf aber auch missverstanden und säckeweise Kleidung, Unterwäsche und Bettwäsche vorbeigebracht. „Als wir ihnen gesagt haben, dass wir das nicht gebrauchen können, haben sie die Säcke teilweise einfach vor die Kirche und auf den Parkplatz geschmissen und sind abgehauen“, ärgert sich Hejosch.

Der Organisator, der polnische Wurzeln hat und auch fließen Russisch spricht, stellt aber klar: Zu 99 Prozent überwiegt das Positive. So habe sich eine Dame bei ihm gemeldet, die die nicht verwertbaren Sache mit ihrem Bulli abholt und auf ihre Kosten entsorgt. Andere seien spontan geblieben und hätten geholfen die Spenden zu sortieren und Dokumente vorzubereiten.

Auch auf den Aufruf, dass noch Fahrer gesucht werden, hätten sich viele Freiwillige gemeldet, berichtet Hejosch. „Eine Firma mietet für uns sogar einen Bulli. Jemand anderes übernimmt für uns die Mautkosten in Polen.“ Zurzeit bestehe der Konvoi aus vier Fahrzeugen mit Anhängern, darunter drei Kleintransporter. Ein Fahrer, der schon zugesagt hatte, habe leider Corona-bedingt wieder absagen müssen. „Unser Ziel ist es, jedes Auto mit zwei Fahrern zu besetzen, damit sich diese auf der langen Strecke abwechseln können.“

Fahrer gesucht

Wer sich dem Hilfskonvoi anschließen möchte, kann sich unter Telefon 0170/6608915 noch an Matthias Hejosch wenden. Für Mittwoch sei ein Briefing der Fahrer geplant. Am frühen Donnerstagmorgen sollen sich die Fahrzeuge in Richtung Polen in Bewegung setzen.

Ob der Konvoi tatsächlich bis zur ukrainischen Grenze fahren kann, sei noch nicht ganz klar, sagt Hejosch. Die Nachrichten seien da zuletzt widersprüchlich gewesen. Alternativ gebe es aber auch die Möglichkeit, die Hilfsgüter in Werl in Krakau an eine Firma zu übergeben, die dann von dort aus, die Verteilung übernimmt.

Firma nimmt noch Spenden entgegen

Auch die Thomas Baumaschinen GmbH aus Werl startete eine Hilfsaktion für die Erstversorgung geflüchteter Ukrainer. Und anders als bei der privaten Aktion von Matthias Hejoch habe man zurzeit noch Kapazitäten, Spenden entgegen zu nehmen. Die Hilfe mit dem Nötigsten sei abgesprochen mit dem Ukrainischen Verein in Niedersachsen. Die Hilfsgüter sollen nach Hannover und dann von dort aus zum Zielort gebracht werden. Spenden können noch bis Freitag, 4. März, täglich zwischen 13 und 18.30 Uhr zur Firma, Neuwerk 23, gebracht werden – am besten in Kartons verpackt.

Benötigt würden vor allem: Isomatten, Schlafsäcke/Decken Taschenlampen (mit Batterien) Trockene/haltbare Nahrung (Konserven, Cracker, Salzstangen), Windeln/Feuchttücher, Hygieneartikel aller Art, Babynahrung/Babymilch/Babyflaschen, Desinfektionsmittel, Verbandskästen/Verbandsmaterial, Gummihandschuhe und Spritzen.

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