Kosten explodieren

Fast vier Millionen Euro mehr für Sanierung und Ausbau der Walburgisschule 

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16 Millionen Euro wird die Sanierung und der Ausbau der Walburgisschule Werl nun kosten. 

Der Um- und Ausbau der Walburgisschule wird nun doch erheblich teurer als zunächst gedacht. Die Verwaltung geht mittlerweile von Mehrkosten in Höhe von nahezu vier Millionen Euro aus. Damit kratzt der Planbetrag an der Grenze von 16 Millionen Euro.

Das ist der Vorlage für den Schulausschuss am kommenden Mittwoch, 18. September (18 Uhr, Rathaus) zu entnehmen. Damit übersteigt der Betrag für die Sanierung der Grundschule samt Anbau jetzt die in der Machbarkeitsstudie errechneten Kosten für einen Neubau der Schule – den die Gutachter 2016 empfohlen hatte; aus Kostengründen waren Politik und Verwaltung aber von einer Neubauplanung abgerückt. 

Damals war das Architekturbüro von 15,5 Millionen Euro für einen Neubau der gesamten Walburgisschule ausgegangen. Allerdings müssten bei einer Kostengegenüberstellung die am Markt üblichen Baukostensteigerungen seit der Zeit aufgeschlagen werden; mit 15,5 Millionen Euro kämen die Planer heute wohl nicht mehr aus. Bei der aktuellen Planung schlagen Baukostensteigerungen mit fast 1,5 Millionen Euro zu Buche. 

Aber auch andere Faktoren machen die Sanierung teurer. 550 000 Euro kostet die Beseitigung der festgestellten Schadstoffe PCB in den Wandfarben und Asbest in den Putz- und Spachtelmassen. 310 000 Euro veranschlagt die Verwaltung für einen erhöhten Aufwand an der Grundleitungssanierung und der Regenrückhaltung, 30 000 Euro mehr für die Wasserhaltung, 50 000 Euro für die Anpassung der Raumakustik. Hinzu kommen kleinere Blöcke zum Beispiel für die Kampfmittelüberprüfung. 

Um auf der sicheren Seite zu sein, hat die Verwaltung zudem zehn Prozent „Risikozuschlag für Unvorhergesehenes“ eingerechnet, sodass sich die Gesamtschätzung nun auf 15,974 Millionen Euro beläuft.

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