Gepresster Müll und Kompost löst Brand aus

Einsatz für Feuerwehr auf Mülldeponie

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[Update 14.45 Uhr] Werl - Der nächste schweißtreibende Einsatz für die Feuerwehr Werl auf der Werler Mülldeponie an der Scheidinger Straße.

Kurz vor Mitternacht, um 23.40 Uhr, hatten Anrufer zunächst von einer unklaren Rauchentwicklung berichtet. Die Feuerwehr rückte an und veranlasste umgehend eine Alarmstufenerhöhung: „Bereits von Sönnern aus waren die Flammen zu sehen“, berichtete Wehrleiter Karsten Korte. Ein zusammengeschobenes Gemisch an verschiedenen Abfällen stand auf einer Fläche zwischen 400 und 500 Quadratmetern in Flammen. Diese bekämpften die rund 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst mit Wasser, dann mit Schaummittel. 

Feuer auf der Werler Mülldeponie

Doch die eigentliche Arbeit stand an, als die Flammen unter Kontrolle waren. Mit einem Radlader musste der Abfall auseinander gezogen werden, um versteckte Glutnester zu löschen. Bei der Suche nach den schwer zu erreichenden Brandstellen half eine Wärmebildkamera. Die Flammen waren zuvor unter anderem mit zwei Wasserwerfern und zwei Hohlstrahlrohren eingedämmt worden. Entsprechende Vorkehrungen der ESG sorgten dafür, dass das Löschwasser auf dem Gelände direkt aufgefangen wurde und somit nicht zu einer Gefahr für die Umwelt werden konnte. Durch den Rauch entstand keine Gefährdung für die Bevölkerung, so Karsten Korte. 

Laut Angaben der Polizei brach das Feuer, das noch in der Nacht auf Samstag gelöscht werden konnte, durch eine Selbstentzündung gepressten Mülls und Komposts aus. Hinweise auf eine Straftat liegen nicht vor. Bis etwa 3.45 Uhr waren die Wehrleute im Einsatz. Wehrleiter Karsten Korte lobte die gute Zusammenarbeit mit der ESG. Das Unternehmen sei sofort mit Mitarbeitern vor Ort gewesen und habe im Anschluss an den Einsatz die Brandwache selbst gestellt.

Erst im November vergangenen Jahres hatte es auf der Deponie gebrannt. Der Einsatz zog sich über mehrere Tage.

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