Franziskaner verlassen Werl

Das Kloster wird Denkmal: Gemäuer in Werl wird Zentrum der Wallfahrt

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Das Kloster der Franziskaner.

Werl - Die Franziskaner werden gehen, das von ihnen genutzte Kloster bleibt: Das Gemäuer in der Innenstadt wird zum Wallfahrtszentrum. Damit auch spätere Generationen aber wissen, dass es einst Kloster war, wird es zum Denkmal.

Zwar liegt der offizielle Bescheid des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) noch nicht vor. „Aber das wird so kommen“, sagt der künftige Wallfahrtsleiter Dr. Gerd Best auf Anfrage. In große Probleme beim Umbau zum Pilgerzentrum werde man dadurch nicht gestürzt. „Wir haben das alles bereits unter dem Gesichtspunkt geplant.“

Durch die Einstufung zum Denkmal werde man daher die Umbauplanung „so gut wie nicht verändern“ müssen. Ein Beispiel für nötige Anpassung: Da der Charakter der Flure erhalten bleiben muss, werden so genannte „tote Türen“ entstehen. Das sind Türen, hinter denen nichts (mehr) ist; sie dienen nur noch der Optik. „Wir halten die Einstufung zum Denkmal für gerechtfertigt“, sagt Stadtplaner Ludger Pöpsel zu der aktuellen Entwicklung.

Politische Entscheidung fehlt noch

Beim Ortstermin mit dem LWL war auch die Stadtverwaltung zugegen. Sobald die Denkmal-Einstufung vorliegt, werde die Verwaltung das Thema in den Planungsausschuss bringen, kündigte Pöpsel an. Denn es bedürfe einer politischen Entscheidung. Ohne Zweifel aber werde die Verwaltung der Politik die Zustimmung empfehlen. „Die Einstufung zum Denkmal tut niemandem weh“, sagt Pöpsel.

Beim Umbau zum Wallfahrtszentrum solle die Kubatur und die Substanz des Hauses schließlich erhalten bleiben. Probleme mit dem Umbau und dem geplanten Anbau an den Komplex am Steinergraben sieht der Stadtplaner nicht. Kultur- und volksgeschichtlich sei die Einstufung zum Denkmal nachvollziehbar. Und da das Haus nun als Pilgerzentrum eine andere Funktion erhalten und eben nicht mehr Kloster sein wird, sei es wichtig, kommenden Generationen zu übermitteln, als was das Haus neben der Basilika einst diente.

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