Einsatz am Möbelhaus

Kleinkinder im Auto eingeschlossen: Verzweifelte Mama ruft die Feuerwehr

Nach der Scheibenentfernung klebte die Feuerwehr die Öffnung ab, damit die Familie später wieder den Heimweg antreten konnte.
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Nach der Scheibenentfernung klebte die Feuerwehr die Öffnung ab, damit die Familie später wieder den Heimweg antreten konnte.

Eigentlich wollte die Mama einkaufen, dann aber ließ sie den Autoschlüssel im Wagen, der sich daraufhin elektronisch verriegelte. Das Problem: Zwei kleine Kinder saßen noch im Auto. Die Werler Feuerwehr hat die beiden Kleinkinder aus dem Auto befreien müssen.

Werl - Am Freitagsnachmittag war die Feuerwehr zum Parkplatz des Möbelhauses Turflon in Büderich gerufen worden.

Die Mutter, die in Begleitung einer weiteren Frau unterwegs war, hatte in ihrer Verzweiflung die Rettungskräfte alarmiert. Der Löschzug 4 setzte sich in Bewegung, zudem eilten Polizei und Rettungsdienst zum Möbelhaus. Gut fünf Minuten lang habe man dem etwas älteren der beiden noch sehr jungen Kinder von außen zu erklären versucht, wie es die Tür von innen öffnen kann, sagt Wehrleiter Karsten Korte auf Anfrage. Das habe aber letztlich keinen Sinn gemacht.

Also entschied sich die Feuerwehr, an dem Pkw die hintere Seitenscheiben zu entfernen. Mit einem speziellen System wurde das Glas herausgeschnitten, sodass der Wagen geöffnet werden konnte. Weitere Dienstleistung der Wehr: Sie klebte die Öffnung ab, damit die Familie später wieder den Heimweg antreten konnte.

So muss nun nur eine neue Scheibe her. Normalerweise hätte man die Mutter auch flugs nach Hause fahren können, um einen Ersatzschlüssel zu besorgen. Aber die Turflon-Besucher stammten aus dem Hammer Raum. „Da gab es keine Chance auf den Zweitschlüssel“, sagt Korte. Also entschied sich die Feuerwehr für die Öffnungs-Variante.

Vorsorglich untersuchte der Rettungsdienst kurz die beiden Kinder, die aber mit dem Schrecken davongekommen waren. Glücklich habe die Mama die beiden Sprösslinge wieder in Empfang genommen, berichtet die Feuerwehr.

Am Morgen war die Werler Wehr zu einem vermeintlichen Notfall an die Soester Straße gerufen worden. Ein Bewohner hatte sich seit geraumer Zeit nicht gemeldet, ein Notfall wurde vermutet. Die Wehr gelangte über ein auf Kipp stehendes Fenster in die Wohnung, traf aber niemanden an. So konnte schnell Entwarnung gegeben werden.

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