Schlechte Nachrichten für alle Mamas und Papas

So viel müssen Eltern 2019/2020 für Kinderbetreuung in Werl zahlen

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Die Kita-Gebühren in Werl steigen zum 1. August.

Werl - Werler Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Erhöhung der Elternbeiträge im Kreis Soest und damit auch in Werl erfolgt erstmals zum Kindergartenjahr 2019/2020. Das geht aus dem aktuellen Amtsblatt des Kreises Soest hervor.

Der Beitrag für Kitas und Kindertagespflege wird zum 1. August 2019 um 1,5 Prozent angehoben.

Kinder, die in der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober das dritte Lebensjahr vollenden, gelten bereits ab Beginn des jeweiligen Kindergartenjahres als Dreijährige. Bei gleichzeitiger Inanspruchnahme der Kindertagespflege und einer Kita, müssen Eltern für beide Angebote jeweils die Beiträge in voller Höhe zahlen. 

Besuchen mehrere Kinder von Beitragspflichtigen gleichzeitig eine Kindertageseinrichtung oder werden im Rahmen der Kindertagespflege betreut, so ist für das erste Kind der volle Elternbeitrag zu zahlen.

Für das zweite Kind entfällt der Beitrag, wenn die Eltern nicht mehr als 37 000 Euro im Jahr verdienen. Bei einem Einkommen ab 37.001 Euro ermäßigt sich der Beitrag für das zweite Kind um 75 Prozent. Für jedes weitere Kind entfällt der Beitrag, egal wie viel die Eltern verdienen.

Wer ist von den Beiträgen befreit? 

Eltern, die ein Jahreseinkommen bis zu 25.000 Euro haben, müssen für die Betreuung ihrer Kinder nichts zahlen.

Wann müssen Eltern für die Betreuung zahlen? 

Zumeist sind die Beiträge abhängig vom Einkommen der Eltern. Ein Beispiel aus der Elternbeitragstabelle: Verdienen die Eltern zwischen 25.001 und 31.000 Euro, so zahlen sie pro Monat für ein Kind über drei Jahren 30,91 Euro, wenn es bis zu 15 Stunden pro Woche betreut wird.

Ist das Kind jünger als drei Jahre, belaufen sich die Kosten bei gleicher Betreuungszeit auf 72,12 Euro pro Monat. Bei einem Jahreseinkommen zwischen 37.001 und 43.000 Euro zahlen die Eltern 51,51 Euro für eine wöchentliche Betreuungszeit von 15 Stunden (Ü3). Bei unter Dreijährigen belaufen sich die Kosten bei gleicher Betreuungszeit schon auf 113,32 Euro pro Monat.

Warum sind die Kosten für Kinder unter drei Jahren höher? 

Wegen des größeres Betreuungsbedarfs sind die Elternbeiträge für unter dreijährige Kinder viel höher (mehr als doppelt so hoch) als für ältere Kinder. Auch die Betreuungsdauer wirkt sich auf den Elternbeitrag aus. In einer U3-Gruppe werden zudem maximal zehn Kinder betreut, in einer Ü3-Gruppe bis zu 20 Kinder.

Können Eltern die Betreuungskosten steuerlich absetzen?

Ja, Eltern können zwei Drittel der Kosten für die Betreuung ihrer Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als Sonderausgaben steuerlich geltend machen – jedoch nur bis zu einer Höhe von 4000 Euro pro Jahr und Kind.

Dies gilt sowohl für die Betreuung in einer Kita als auch durch eine Tagespflegeperson. Bei einer Kinderbetreuung im Privathaushalt ermäßigt sich die Einkommensteuer auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen des Arbeitgebers, und zwar bis maximal 510 Euro im Jahr bei einer geringfügigen Beschäftigung im Privathaushalt („Minijob“) bzw. bis maximal 4000 Euro im Jahr bei einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.

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