Kirchen-„Laufbahn“ über die B 63

Hamm und Werl tauschen ihre Geistlichen

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Werl/Hamm - Kirchenkarriere mit „Laufbahn“ über die B 63: Ein Hammer kommt nach Werl, ein Werler geht nach Hamm. Der Westönner Martin Hufelschulte, bislang Vikar, wird neue Pastor in der Nachbarstadt und damit Nachfolger von Stephan Mockenhaupt, der wiederum ins Werler Wallfahrtsteam wechselt.

Das teilte Dechant Gerd Best, der zugleich Leiter des dreiköpfigen Werler Wallfahrtsteams ist, mit. In der Versetzungskonferenz für das seelsorgliche Personal des Erzbistums Paderborn sei diese das Dekanat Hellweg und die Stadt Hamm betreffende Personalentscheidung getroffen worden.

Demnach wird Vikar Martin Hufelschulte Nachfolger des bisher im Pastoralen Raum Hamm-Mitte-Osten mit Wohnung im Pfarrhaus in Ostwennemar tätigen Pastors Stephan Mockenhaupt. Der war dort seit 2009 im Dienst, zunächst als Vikar, dann seit 2011 als Pastor.

Stephan Mockenhaupt kommt nach Werl.

In dem Verbund wirkt mit Bernd Mönkebüscher ein weiterer Werler. Martin Hufelschulte, 1976 in Dortmund geboren und in Westönnen aufgewachsen, erwarb 1993 die Fachoberschulreife an der Ursulinenrealschule. Nach seiner Ausbildung zum Energieelektroniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik war er zunächst bis 2009 in diesem Beruf tätig und engagierte sich zugleich ehrenamtlich in seiner Heimatgemeinde St. Cäcilia Westönnen, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit.

Doppelte Aufgabe in Hamm

Erste Berührungspunkte mit der Stadt Hamm hatte er von 1998 bis 2002 durch seine Techniker-Abendschule am Berufskolleg. Nach dem Studium der katholischen Theologie im überdiözesanen Seminar St. Lambert in Lantershofen trat er 2013 ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn ein, wurde dann am Pfingstsamstag 2015 im Hohen Dom zu Paderborn von Erzbischof Hans-Josef Becker zum Priester geweiht und trat anschließend seine erste Stelle in der Gemeindeseelsorge im Pastoralen Raum Attendorn an.

Dort arbeitet er seit vier Jahren. In der Stadt Hamm wird Martin Hufelschulte zukünftig in doppelter Aufgabe tätig sein: Mit 50 Prozent seines Beschäftigungsumfangs ist er in der Nachfolge von Pastor Mockenhaupt Seelsorger im Pastoralen Raum Hamm-Mitte-Osten. „In der weiteren halben Stelle wird er auf Hammer Stadtebene südlich der Lippe im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt sein“, kündigt Dr. Best an.

"Seelsorger, Kommunikator und Manager"

Martin Hufelschulte geht nach Hamm.

Mit dem Stellenantritt in Hamm sei nach den Sommerferien 2019 zu rechnen. Unterdessen ist Pastor Mockenhaupt bereits in Hamm verabschiedet worden – mit Worten des Dankes. Der Geistliche sei jemand, der sehr nah an den Menschen sei, oftmals eher mit „Stephan“ als „Herr Pastor“ angesprochen werde. Viele Redner zeichneten das Bild eines Menschen, der stets auf Augenhöhe agiere.

Als „Seelsorger, Kommunikator und Manager“ bezeichnete Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch den gebürtigen Siegener. „Ihre Botschaft kommt an, denn Sie sind glaubwürdig, und weil man merkt, dass Sie hinter dem stehen, was Sie sagen“, sagte der Bezirksvorsteher in Richtung des 43-Jährigen. Den Neu-Werler beschlich bei seinem Abschied „ein Gefühl der Dankbarkeit“. Für ihn sei Gemeinschaft immer wichtig gewesen.

Er tritt im Sommer seine neue Aufgabe als Wallfahrtsseelsorger in Werl an. Mockenhaupt war ein Wunschkandidat von Gerd Best. Er ist seit 2006 Dekanatsjugendseelsorger. Daher gab es seit langem gute Kontakte. Am 27. Juni 2003 war Mockenhaupt in der Werler Basilika zum Diakon geweiht worden. Seine Priesterweihe war am 14. Mai 2005 in Paderborn.

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