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Kinderpornos: Werler (23) verbreitet fast 400 Dateien - und wird verurteilt

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Von: Thomas Nitsche

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Ermittlungsbefugnisse gegen Kinderpornografie ausweiten
Zahlreiche Datenträger (Symbolbild) haben Polizei und Staatsanwaltschaft sichergestellt. © dpa

Wegen fast 400 kinder- und jugendpornografischer Dateien ist ein junger Werler jetzt zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verurteilt worden.

Werl - Die Staatsanwaltschaft warf dem 23-Jährigen vor, die verbotenen Inhalte nicht nur auf seinen elektronischen Geräten besessen, sondern sie auch verbreitet zu haben.

Nach einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei das Handy, eine Festplatte, einen USB-Stick sowie den Laptop des Mannes beschlagnahmt. Bei der Auswertung entdeckten die Beamten 350 entsprechende Bilder und 42 Videos. Der Tatzeitraum erstreckte sich von September 2018 bis zum Oktober des vergangenen Jahres.

Kinderpornos: Nicht vor Gericht erschienen

Weil der Angeklagte nicht persönlich im Amtsgericht erschien und sich stattdessen von einem Anwalt vertreten ließ, konnte er sich zu der Tat und den Vorwürfen nicht selbst äußern. Auch sein Verteidiger gab keine Erklärungen ab – er wollte im Namen seines Mandanten nur die Herausgabe der Sim-Karte des Handys erzielen, weil sich darauf dessen sämtliche Kontakte befanden.

So konnte das Gericht vergleichsweise schnell zu einem Urteil kommen: Dem Werler wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Gegen den Strafbefehl kann er noch Rechtsmittel einlegen.

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