Abstrichaktion erfolgt

Fünf Kinder haben Corona: Gruppe im Kindergarten geschlossen

Fünf Kinder haben Corona im Kindergarten St. Michael Werl. Die Gruppe ist in Quarantäne
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Fünf Kinder haben Corona im Kindergarten St. Michael Werl. Die Gruppe ist in Quarantäne

[Update 13 Uhr] Fünf Kinder des Kindergartens St. Michael Werl haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigt die Leiterin der Einrichtung. Die Gruppe ist in Quarantäne - und im Kindergarten bleibt ein „mulmiges Gefühl“.

Werl - Am Freitag war ein Fall im Kindergarten an der Hohen Fahrt im Werler Süden bekannt geworden. Eine Familie hatte sich testen lassen; eins der Kinder mit positivem Ergebnis besucht die Einrichtung. Daraufhin wurden umgehend die Eltern informiert und die Kinder der betreffenden Gruppe (21 Kinder) am Freitag abgeholt, sagt Leiterin Sonja Herrmann auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Dienstag kam dann das Kreisgesundheitsamt in die Einrichtung und nahm bei den Kindern der betroffenen Gruppe und beim Mitarbeiterteam Abstriche vor. Am Mittwoch kam dann das ernüchternde Ergebnis: Insgesamt haben sich fünf Kinder mit dem Virus angesteckt, zum Teil haben sie auch Symptome gezeigt. Alle sind aus der einen Gruppe. Im Mitarbeiterteam habe es aber keine Infektionen gegeben, sagt die Leiterin. Sie selbst sowie die Erzieherinnen der Gruppe befinden sich aber so wie die Kinder nun in Quarantäne bis zum 30. März. Die Quarantäne gilt auch für die Kinder, die negativ getestet worden sind. Das Kreisgesundheitsamt hatte bislang nicht über die Vorfälle informiert.

Der Ausbruch hat im Kindergarten im Werler Süden für Unruhe gesorgt. Natürlich sei man nicht gelassen, sagt die Leiterin. Es gebe auch Eltern anderer Gruppen, die ihre Kinder vorsichtshalber Zuhause lassen. „Man weiß ja nicht sicher, ob es in den anderen Gruppen nicht auch Fälle gibt“, sagt Sonja Herrmann. Natürlich trenne der Kindergarten die Gruppen strikt. Aber es gebe schließlich auch private Spielkontakte der Kinder außerhalb des Kindergartens. Sie habe angefragt, ob nicht Abstriche aller Kinder des Kindergartens gemacht werden können. Aber das sei vom Kreis verneint worden. Der Kindergarten St. Michael hat drei Gruppen.

In dem Zusammenhang weist Sonja Herrmann aber auch darauf hin, dass es allen Eltern frei steht, sich privat testen zu lassen, um Sicherheit zu haben. Darauf habe jeder Bürger einen Anspruch.

Corona-Ausbruch im Kindergarten St. Michael: Kreis bestätigt Ergebnisse

Der Kreis Soest bestätigte am Donnerstagmittag auf Anfrage die Coronafälle. Es habe Abstriche bei 30 Personen im Michael-KIndergarten gegeben, vier davon seien positiv gewesen - zuzüglich des am Freitag positiv getesteten Kinds bestätigt das die Anzahl der Coronafälle. Da es sich um eine Betreuung von Kindern in einer Struktur ohne Kontakt zu anderen Gruppen gehandelt habe, sei die Abstrichaktion auf die eine Gruppe beschränkt geblieben, sagt Kreis-Sprecher Wilhelm Müschenborn. Wegen der getrennten Betreuung sei der Ausbruch „nicht problematisch“ für den Gesamt-Kindergarten. Ob es sich um das normale Virus oder aber die britische Mutation handelt, wisse man nicht. Die Öffentlichkeit habe man nicht informiert, weil schließlich alle Beteiligten in Kenntnis gesetzt und erreicht worden seien.

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