Ausverkauf der Produktion

Bei Kettler kommt alles online unter den Hammer

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Nun beginnt bei Kettler der Ausverkauf der Produktionsmittel

Nun kommt alles unter den Hammer: Gut fünf Monate nach dem endgültigen Aus für die Kettler Freizeit GmbH und die Kettler Plastics GmbH mit ihren Standorten in Werl und Ense beginnt der Ausverkauf der Produktionsstätten.

Werl/Ense - Die „HT Hanseatische Industrie-Consult Holger Haun & Tom Thomsen KG“ kündigt insgesamt vier Online-Insolvenzversteigerungen für zusammen rund 3 000 Positionen aus Produktionsmitteln an. Die Hanseatische Industrie-Consult führe die Online-Insolvenzversteigerung für das Anlagevermögen der Kettler-Gesellschaften im Auftrag der Insolvenzverwalter durch. 

Die ersten beiden Online-Versteigerungen für die Werke 1 und 2 im Gewerbegebiet Mersch laufen bereits; die beiden anderen Standorte folgen. Alle Versteigerungen sind öffentlich, teilnehmen kann jeder. 

„Versteigert werden neben Produktlinien, Metallverarbeitungsmaschinen, Spritzgießmaschinen, Werkstattausstattungen und Fuhrpark auch Büroausstattungen mit EDV, Gabelstapler und vieles mehr“, sagt Holger Haun, öffentlich bestellter Versteigerer für Maschinen und industrielle Anlagen. 

Wichtig: Es kommen keine Kettler-Produkte unter den Hammer. Wer auf der Suche nach einer Tischtennisplatte oder einem Ergometer ist, wird bei der Versteigerung nicht fündig werden. 

Für die beiden laufenden Versteigerungen findet ein gemeinsamer öffentlicher Besichtigungstag am 19. März von 9 bis 16 Uhr im Gewerbegebiet Mersch statt. Die Versteigerungskataloge sind unter www.ht-kg.de und www.netbid.com einzusehen. 

Die HT Hanseatische Industrie-Consult kennt sich mir derlei Versteigerung aus, war bereits bei der Schlecker-Pleite tätig geworden, sagt Holger Haun. 

Am 26. März endet die erste, am 1. April die zweite Online-Auktion. Im Minutentakt werden dann die Zuschläge erteilt. Später folgen dann die Produktionsmittel der anderen beiden Kettler-Standorte. 

Am 31. Juli hatten beide Kettler-Gesellschaften Zahlungsunfähigkeit angemeldet; danach gab es Bemühungen, die Kettler Freizeit und Kettler Plastics und damit 550 Jobs doch noch zu retten. Vergeblich: Mitte Oktober wurde das Aus verkündet. Übrig aus dem Gesamt-Konstrukt bleibt nur die Kettler Holding. Bei ihr liegen die Namens- und Lizenzrechte an Produkten mit dem Namen Kettler. Die Lafayette Mittelstand Capital, vermeintlicher Kettler-Retter, hatte sich die Namensrechte gesichert. Nur wenige Monate später folgte der Gang in die dritte Insolvenz.

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