Kesselwagen für die Werler Feuerwehr

Tonnenschwere Millimeterarbeit: So gelangt ein Schwertransport von Dortmund nach Werl

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Mit einem Schwertransporter wurde der Kesselwagen von Dortmund nach Werl gebracht.

Dortmund/Werl – Für die Übung der Verletztenrettung aus engen Räumen hat die Werler Feuerwehr jetzt einen Kesselwagen bekommen. Das 10 Tonnen schwere Ungetüm kam am Freitag per Schwertransporter in seine neue Heimat. Wir haben ihn auf seinem Weg begleitet.

Unser kleines Transport-Tagebuch:

Kurz nach 6: Aufbruch in Werl. Mit zwei Wagen macht sich die Feuerwehr auf den Weg nach Dortmund. Am frühen Morgen sind alle Beteiligten allerdings noch eher wortkarg.

Kurz nach 7: Ankunft in Dortmund. Der 120-Tonnen-Kran wartet bereits auf seinen Einsatz. Er soll den Kesselwagen auf den Schwertransporter hieven. Auf dem ehemaligen Feuerwehrübungsplatz in der Tremoniastraße stehen gleich zwei Kesselwagen und diese sind umgeben von Gegenständen und Aufbauten. „Ganz einfach hoch und wieder runter“ antwortete Karsten Korte schmunzelnd auf die Frage, wie der richtige Wagen befreit werden sollte. Ganz so einfach ist es aber nicht.

8.30 Uhr: Entgegen der anfänglichen Skepsis kann der Kesselwagen – an Ketten aufgehängt – aus der Enge befreit werden.

Ganz schön eng: Parkende und entgegenkommende Autos waren eine Herausforderung.

8.45 Uhr: Der Schwertransporter ist da. Vorm Verladen wird der Kesselwagen auf den Millimeter genau vermessen, um den Auflieger vorzubereiten. Ein zeitintensives Unterfangen.

9.15 Uhr: Die Verladung beginnt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Räder müssen genau in die Träger des Aufliegers balanciert werden. Während das recht schnell passiert, dauert die Sicherung der Ladung verhältnismäßig lange.

10.30 Uhr: Abfahrt in Richtung Werl. Hier trennen sich die Wege. Aufgrund von gesetzlichen Vorschriften muss das Kranunternehmen einen anderen Weg (nämlich über die A1 und A45) wählen als der Schwertransport (über A45 und A2). Der Mannschaftswagen der Feuerwehr wählt den kürzesten Weg über die A44, um den Tross am Ziel zu empfangen.

Kesselwagen- Schwertransport Feuerwehr Werl

10.40 Uhr: Während der Kreisverkehr kein Problem ist, stellt eine unplanmäßige Baustelle wegen eines Rohrbruchs das Team vor eine Herausforderung. Entgegenkommende Autos erschweren die Situation zusätzlich. Gut, dass entgegen der Planung ein Mitarbeiter der Spedition dabei ist, um auszuhelfen.

11.30 Uhr: Ankunft in Werl. Jetzt geht alles schnell. Der Kessel wird abgeladen. Und nimmt seinen endgültigen Platz auf dem zukünftigen Trainingsgelände der Feuerwehr zwischen Grafenstraße und Kapellenweg ein.

Möglich war der Transport des eher unhandlichen Kesselwagens dank der Hilfe des Speditionsunternehmens Müller. Dieses stellte der Werler Feuerwehr Fahrzeug und Arbeitskraft kostenlos zu Verfügung. Auch das Kranunternehmen kam der Wehr beim Preis entgegen. Beim Kreis musste die Feuerwehr ebenso keine Genehmigungsgebühren bezahlen, da sie zukünftig den Platz für kreisweite Übungen zur Verfügung stellen wird.

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