Feuerwehreinsatz am Montagabend an der Mellinstraße

Kellerbrand im ehemaligen Konvikt in Werl - niemand verletzt

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[Update 8.59 Uhr] Werl - Großer Schreck für die Bewohner des früheren Konvikts am Montagabend: Bei einem Kellerbrand wurden Matratzen und andere Gegenstände beschädigt und zerstört, verletzt wurde niemand.

Die Brandmeldeanlage schlug Alarm. Durch den Rauch, der sich im Gebäude ausbreitete und den beißenden Geruch war schnell klar: Dieses Mal ist es kein Fehlalarm.

In dem Gebäude, das gegenüber des Rathauses liegt, wohnen Menschen des Projektes St. Jakobus, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat dort seine Werler Geschäftsstelle.

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, standen bereits etliche der rund hundert Bewohner vor dem Gebäude. Die restlichen Bewohner wurden von der Wehr über das Treppenhaus ins Freie geführt. 

Kellerraum als Brandherd

"Wir mussten zunächst die Brandstelle finden und sicherstellen, dass sich niemand mehr im Gebäude befindet", erläuterte Wehrführer Karsten Korte. Verletzt wurde niemand. 

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es in einem Kellerraum in dem Matratzen und alte Möbel gelagert waren zur Entstehung des Feuers. Dieser Raum und der angrenzende Fahrradkeller wurden durch die Flammen und die Rußentwicklung stark beschädigt.

Kellerbrand im ehemaligen Werler Konvikt

Unter Atemschutz rückten Kortes Leute in den Keller vor, aus dem der dichte Rauch quoll. In einem hinteren Kellerraum fanden die Einsatzkräfte schließlich Matratzen, Bettgestelle, Kunststoffmöbel und weitere Gegenstände, die in Brand geraten waren.

Die Wehr hatte das Feuer nach eigenen Angaben schnell im Griff. Mit Rauchvorhängen an den Türen verhinderte sie, dass sich der Qualm weiter im Gebäude ausbreitete. So konnten die Bewohner nach Einsatzende und kräftigem Durchlüften wieder schnell in ihre Wohnungen zurückkehren.

"Jeden Alarm ernst nehmen"

Zwei Bewohner wurden ins Krankenhaus gebracht. Das hatte aber nur mittelbar mit dem Brand zu tun. Ein Bewohner sei auf ein Sauerstoffgerät angewiesen, so Korte. Und da anfangs nicht klar war, wie lange der Einsatz dauern würde, wurde er vorsichtshalber mit einem Rettungswagen abgeholt. Das galt auch für einen stark alkoholisierten Bewohner, der sich kaum noch auf den Beinen halten konnte.

Für Korte war der Einsatz ein Beleg dafür, "dass man jeden Alarm einer Brandmeldeanlage ernst nehmen muss". Nicht bei allen Bewohnern des früheren Konviktes sei dies sofort der Fall gewesen. Einige verließen das Gebäude erst nach Aufforderung durch die Wehr.

Insgesamt war die Wehr mit etwa 50 Einsatzkräften vor Ort. Drei Rettungswagen, Notarzt, Polizei und Ordnungsamt eilten ebenfalls zur Mellinstraße. Nach etwa zwei Stunden konnte die Wehr wieder ihre Schläuche einrollen und abrücken. 

Brandursache unklar - Zeugen gesucht

Die Ermittlung der Brandursache ist nun Sache der Kriminalpolizei. Die Polizei kann Brandstiftung aber noch nicht ausschließen. 

Daher sucht sie nach Zeugen, die Hinweise auf die Entstehung des Brandes oder auf verdächtige Personen geben können, die sich zu dieser Zeit in dem betroffenen Bereich aufhielten. Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer 02922-91000.

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