Wer eine Garage besitzt, bekommt keinen Bewohnerparkausweis mehr

Stadt Werl verbannt Dauerparker aus der City

Parken für Anwohner
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Kein Bewohnerparkausweis für Werl: Die Stadt verbannt Dauerparker aus der Innenstadt.

Die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz in der Werler Innenstadt gestaltet sich für Besucher häufig schwierig, weil die Parkplätze stundenlang belegt sind. Die Alternative sind kostenpflichtige Parkplätze für das eigene Auto. Jetzt sollen neue Regeln für Abhilfe schaffen.

Werl - Bewohner der Innenstadt haben es in der Regel einfacher, entweder haben sie feste Stellplätze für ihre Wohneinheit, eine Garage oder einen Bewohnerparkausweis. Das könnte sich für einige Bürger ändern, denn seit dem 1. Januar gelten neue Voraussetzungen für die Antragsstellung eines Bewohnerparkausweises.

Mittlerweile werden Interessierte nicht mehr nur gefragt, ob es sich bei der angegebenen Adresse in der Werler Innenstadt um ihren Hauptwohnsitz handelt und ob keine weitere Person im Haushalt lebt, die für den beantragten Bereich im Besitz eines Bewohnerparkausweises ist, sondern auch, ob kein Stellplatz oder keine Garage vorhanden ist. „Kann einer dieser Punkte nicht angekreuzt werden, liegen die Voraussetzungen für einen Bewohnerparkausweis nicht vor“, heißt es auf dem Formular der Stadt.

Ordnungsamt erklärt die neuen Regeln

Clarissa Stich aus dem Ordnungsamt der Stadt erklärt, dass Parkbereiche für Bewohner eingerichtet werden, wenn es in bestimmten Straßen zu einer Parkraum-Not kommt. In Werl betreffe dies im Wesentlichen den Innenstadtbereich, weil auf vielen Grundstücken keine Möglichkeit besteht, einen Parkplatz einzurichten. „Aus diesem Grund wird die Erteilung eines Parkausweises davon abhängig gemacht, ob ein Anlieger bereits über eine Parkmöglichkeit verfügt“, erklärt Clarissa Stich. In der Wallfahrtsstadt sind derzeit 196 gültige Bewohnerparkausweise ausgestellt, sagt Christian Reiß vom Ordnungsamt.

Clarissa Stich erläutert, dass die Parkraumbeschränkung dazu dienen soll, den Bewohnern, die am stärksten durch die Parkraumknappheit betroffen sind, zu helfen. „Das sind vorrangig diejenigen, denen auf ihrem Grundstück kein Parkraum zur Verfügung steht.“ Jede Behörde könne je nach Ausmaß der Parkraumknappheit weitere einschränkende Regelungen treffen – beispielsweise nur Bewohner mit Hauptwohnsitz oder nur ein Ausweis pro Haushalt. „Die Regelungen wurden in Werl für die Straßen mit Parkbeschränkung je nach Ausmaß der Parkraumnot getroffen.

Im Regelfall gilt: Ein Ausweis pro Haushalt für ein Fahrzeug, wenn kein eigener Stellplatz vorhanden ist“, sagt Clarissa Stich. Wer in den betroffenen Bereichen seine Garage derzeit noch als Parkfläche für Fahrräder, Rasenmäher und Co. benutzt, muss sich eine andere Lösung einfallen lassen. „Ein Grenzfall ist mir bisher nicht bekannt, da in der Regel noch alle Fahrzeuge durch ein Standard-Garagen- tor passen“, sagt Christian Reiß. Die Bewohnerparkausweise können in Werl für ein oder zwei Jahre beantragt werden – Kostenpunkt 30 oder 60 Euro.

Diese Straßen sind betroffen

Christian Reiß vom Ordnungsamt erklärt, dass folgende Straßen im Innenstadtbereich von der Regelung zum Bewohnerparkausweis betroffen sind: Alles innerhalb des Rings aus Kämperstraße, Steinergraben, Sponnierstraße, Melstergraben, Erbsälzerstraße (südlich von Danielsmeier) und Siederstraße. Zusätzlich sind folgende Straßen betroffen: Neuergraben, Kisastraße, Brandisstraße, Kurze Straße, Rustige Straße (Hausnummern 1 bis 20), Liebfrauenstraße, Marienstraße und Grafenstraße.

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