Kassiererinnen halten in Corona-Zeiten den "Laden am Laufen"

Die Kassiererinnen – wie hier Silke Busemann mit Max Sauer – sind mit Mundschutz und einer Hygienewand ausgestattet worden.
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Die Kassiererinnen – wie hier Silke Busemann mit Max Sauer – sind mit Mundschutz und einer Hygienewand ausgestattet worden.

Werl – Die Verkäuferinnen in den Supermärkten sind im Dauerstress. Olga Hubert und Silke Busemann arbeiten bei Edeka Sauer in Werl. Sie gehören zu den Arbeitskräften, die derzeit den „Laden am Laufen halten“.

In den Tagen der Corona-Pandemie hat sich das Einkaufsverhalten der Kunden deutlich verändert, wissen die Mitarbeiter von Edeka Sauer. So komme es seit einigen Wochen auch in Werl zu Hamsterkäufen.

Das bekommen auch die Verkäuferinnen von Edeka Sauer zu spüren. „Artikel, die sonst nicht so gut laufen, gehen jetzt ganz schnell weg“, erzählt Olga Hubert. Schon viele Jahre arbeitet sie in Werl an der Unnaerstraße und kennt sich bestens aus. 

Bereits morgen um kurz vor 8 Uhr bilden sich ungewohnte Schlangen vor dem Laden. „Die Leute hoffen, dass wir neue Waren wie Toilettenpapier, Hefe oder Mehr bekommen haben“, beschreibt Max Sauer die Situation. Wenn die Ladentüren geöffnet werden, stürmen die ersten rein und fragen nach den begehrten Artikeln“, schildert Olga Hubert.

„Die Kunden sind noch nicht mal richtig im Laden, und dann stellen sie jeden Tag dieselben Fragen“, beschreibt sie die morgendlichen Abläufe. Einige sind dann enttäuscht, wenn die Artikel nicht gleich am Morgen gleich mitgeliefert wurden. „Die Kunden wissen nicht, dass wir morgens eigentlich nur die frischen Artikel bekommen. Tagsüber werden uns das restliche Sortiment gebracht“, so der Juniorchef.

Bei normalem Betrieb werden die Edeka-Märkte zwei Mal die Woche beliefert. Zurzeit ist das anders. „Wir bekommen die bestellten Artikel gestückelt und die Lieferungen kommen dann mehrmals die Woche“, erklärt Sauer. Gefragt sind lang haltbare Lebensmittel wie Brotbackmischungen, H-Milch, Reis und Nudeln. Hefe ist einer der gefragtesten Artikel. „Die letzte Lieferung von Hefe war innerhalb von knapp drei Stunden vergriffen“, erzählt die Werlerin.

Die Kunden seien sehr gestresst "und der Abstand wird nicht immer eingehalten“, berichtet die 38-jährige Verkäuferin. „Ich muss die Kunden mehrmals auf die „Corona-Regeln“ aufmerksam machen“, fügt sie hinzu. 

Die Verkäuferinnen haben mit dem Einräumen der Regale alle Hände voll zu tun. Edeka Sauer hat für seine drei Märkte in Werl, Welver und Westönnen vier zusätzliche Kräfte eingestellt, die die Regale mit Artikeln auffüllen. 

Trotz der Ansteckungsgefahr sind täglich viele Kunden der älteren Generation im Supermarkt anzutreffen. „Trotz der Warnungen kommen viele Kunden täglich“, berichtet Kassiererin Silke Busemann. Aber vermehrt trifft sie auf Leute mit Mundschutz und Handschuhen. 

Die 50-Jährige bekommt vermehrt mit, dass jüngere Familienmitglieder für die Eltern oder Großeltern einkaufen.

Seit einigen Beginn Tagen gibt es in den Märkten der Familie Sauer Desinfektions-Stationen. Die Sicherheit der Mitarbeiter ist auch bei Franz und Max Sauer das oberste Gebot. Im gesamten Markt sind Abstandsmaskierungen angebracht.

In den drei Supermärkten sind 105 Mitarbeiter beschäftigt.

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