Jugendgericht: Soester muss für Kopfnuss teuer bezahlen

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Für eine Körperverletzung auf einer Abiparty muss ein 19-jähriger Schüler insgesamt 1000 Euro Strafe zahlen.

Werl – Eine Körperverletzung auf einer Party führte einen 19-jährigen Soester zu einem Jugendstrafverfahren vor dem Amtsgericht Werl, das zwar eingestellt wurde – aber nur unter der Auflage einer Geldstrafe von insgesamt 1000 Euro.

Dass die Sache geschehen war, gestand der Angeklagte relativ zügig, zeigte Reue und entschuldigte sich. Die Staatsanwaltschaft warf dem Schüler vor, am 1. Dezember 2018 auf einer Abiparty eines Werler Gymnasiums eine männliche Aufsichtsperson zunächst heftig angerempelt zu haben, ihn mehrfach als „Fotze“ beleidigt zu haben, ihn wenig später ins Gesicht gespuckt und sich im Polizeiwagen Richtung Wachstelle so unruhig verhalten zu haben, dass er fixiert werden musste. Zudem hatten die Beamten in seiner Jackentasche einen Schlagring gefunden, so das Gericht.

Der Abend spielte sich in etwa wie folgt ab: Auf der besagten Abiparty in einer Werler Lokalität verhielt sich der junge und angetrunkene Soester auffällig, indem er sich mehrmals am DJ-Pult über die Musik beschwerte. Ein 57-jähriger Werler, der als Vater einer Schülerin die Aufsicht führte, zog ihn weg. Als der Mann dem Schüler den Rücken zudrehte, rempelte dieser ihn so heftig an, dass er fast zu Boden ging. Doch damit nicht genug: wenige Augenblicke später verpasste er ihm eine heftige Kopfnuss, sodass das Opfer sofort Nasenbluten hatte und einen Tag später im Krankenhaus Hämatome festgestellt wurden. Währenddessen beschimpfte er den Mann und bespuckte ihn später. Die Polizei führte ihn ab.

Da der 19-Jährige versprach, dass „so etwas nie wieder passieren wird“, einigten sich der Richter, die Staatsanwältin und der Verteidiger auf eine Einstellung des Verfahrens unter der Auflage einer Geldstrafe von 1000 Euro. Diese teilt sich in 250 Euro Schadensersatz gegenüber dem Opfer und vier monatlichen Raten für die restlichen 750 Euro auf.

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