Outlet-Verkauf soll möglichst lange laufen

Zukunft für Kettler-Unternehmensteile: "Bislang sind es nur Ideen"

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Die Hauptverwaltung des insolventen Freizeitartikel-Herstellers Kettler in Ense-Parsit.

Werl/Ense – Gibt es eine Zukunft für einzelne Unternehmensteile von Kettler? Die Heinz-Kettler-Stiftung hält das nicht für ausgeschlossen. Rechtsanwalt Marco Kuhlmann, der mit seinem Kollegen Georg F. Kreplin die Insolvenz der Kettler-Unternehmen verwaltet, sagte hierzu auf Anfrage: „Bislang sind es nur Ideen. Am Ende muss es auch wirtschaftlich darstellbar sein.“

Die Insolvenzverwalter befinden sich zurzeit unter anderem in Gesprächen mit dem Investor Lafayette Mittelstand Capital, der die Namensrechte hält, und der Stiftung, die Inhaberin der Gebäude ist. 

Für einen Neustart unter dem Namen Kettler müsste Lafayette Lizenzrechte am Namen vergeben. Das wäre aber nur dann interessant, wenn unter dem Namen weiter Produkte direkt für den Endverbraucher produziert würden, zum Beispiel Gartenmöbel. Fänden sich hingegen Interessenten für das Rohrwerk in Sönnern, das einzelne Bauteile herstellt, wäre das „Kettler-K“ wohl entbehrlich. 

Sanierung wirtschaftlich nicht möglich

Georg F. Kreplin und Marco Kuhlmann machen in einer Pressemitteilung zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch einmal deutlich, dass sie nicht davon ausgehen, dass Kettler erhalten bleibt. Zwar gebe es Chancen, den Markennamen fortzuführen, aber eine Sanierung des Unternehmens sei wirtschaftlich nicht möglich. 

Kreplin und Kuhlmann danken für die „Loyalität“ und das „Engagement“ der Mitarbeiter. Diese hätten alles dafür getan, die Kettler-Gruppe zu retten und einen Neustart möglich zu machen.  

Gut 100 Mitarbeiter produzieren aus

Die Werke arbeiten den Rechtsanwälten zufolge in den nächsten Monaten mit gut 100 verbliebenen Mitarbeitern noch die bestehenden Aufträge ab. Der Großteil der vormals 550 Arbeitskräfte wurde bereits entlassen. „Wir entwickeln aktuell Ideen, wie wir möglichst viele Kundenaufträge bedienen können. Wann genau die Werke in Werl, Mersch und Sönnern schließen, verhandeln wir derzeit mit allen Beteiligten“, so Kuhlmann.

Konzentration auf einen Outlet-Verkauf?

Der Kettler-Outlet-Verkauf soll als „Absatzschiene Nummer 1“ möglichst lange weiterlaufen, sagt Kuhlmann. Vermutlich werde man sich aber auf die Verkaufsstelle an der Straße „Neuwerk“ in Werl konzentrieren und das Outlet-Center Kamen schließen.

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