Gebiete kommen nicht infrage

Hundewiese in Werl: Rückschlag für Dagmar Jäkel und ihr Auslauf-Gebiet

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Bis es eine Hundewiese in Werl gibt, wird es wohl noch dauern.

Werl - Von den vorgeschlagenen Gebieten für eine Hundewiese in Werl kommt nur eine in die engere Auswahl.

Das teilt jetzt Stadtplaner Ludger Pöpsel auf Anzeiger-Anfrage mit. Die Initiatorin Dagmar Jäkel hatte einen Aufruf gestartet – und einige Vorschläge für ein Hundeauslaufgebiet erhalten.

Die von ihr vorgeschlagene Fläche an der Sälzer-Sekundarschule sei laut Stadtplaner zum Beispiel nicht tauglich. Ebenso eine Wiese im Kurpark. „Das wäre auch nicht zielführend“, sagt Pöpsel. Der vorgeschlagene Bereich hinter dem Friedhof ist als Baufläche eingetragen und somit auch nicht nutzbar.

Flächen in Privateigentum

In Privateigentum befinden sich die Wiese neben dem Postzentrum und die an der Stralsunder Straße von der B1 kommend rechts. Die Fläche hinter dem Hellweg-Baumarkt „An den sieben Quellen“ sei „relativ wertvoll“ und sollte „naturbelassen und ohne Störeingriffe“ bleiben, so Pöpsel.

Eine Auslaufwiese im Stadtwald in der Nähe der ehemaligen Baracken sei ebenfalls nicht geeignet. „Da gibt es Wildtiere, außerdem soll der Wald als Naherholungsgebiet dienen“, sagt Pöpsel. Daher sei dieses Gebiet nicht der richtige Ort für ein solches Projekt.

So bliebe nur noch eine 8.500 Quadratmeter große Fläche zwischen Bahndamm und Autobahn in Richtung Büderich. Diese war ehemals ein Acker und wurde zur Wiese umgewandelt. Sie befindet sich in städtischer Hand und ist eine sogenannte Ausgleichsfläche. Jedoch müsste der Verlust dieser Fläche an anderer Stelle kompensiert werden. „Ob wir da etwas finden, weiß ich nicht“, betont der Stadtplaner.

Verwaltung verspricht, am Ball zu bleiben

Daher komme diese Fläche „erst einmal“ auch nicht infrage. Ludger Pöpsel habe ihr aber zugesichert, am Ball zu bleiben und es im Rathaus zu thematisieren. Dagmar Jäkel, die 890 Unterschriften für eine Hundewiese in Werl gesammelt hat, zeigt sich enttäuscht: „Da werden permanent freie Flächen mit Eigentumswohnungen zugepflastert und dann wird gejault, weil sich Bienen und Vögel durch Hunde gestört fühlen könnten. Ich verstehe es nicht mehr.“

So müsste die Fläche aussehen

Ins Anforderungsprofil von Dagmar Jäkel würde die verbliebene Fläche passen. Sie strebt ein 4.000 Quadratmeter großes Gebiet an, das eingezäunt und mit einem Tor versehen werden müsste. Zudem soll dort ein Schild aufgestellt werden, auf dem die Verhaltensregeln aufgelistet werden.

Tütenspender und Mülleimer sollen kommen, zudem ein Speisfass, das zur Wasserversorgung genutzt werden soll. Finanziert werden soll dies von Sponsoren und Helfern. Ludger Pöpsel teilt mit, dass er den Stand der Dinge im nächsten Planungsausschuss mitteilen wird.

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