Brief an den Bürgermeister

Hundewiese in Werl: Initiatorin hat das Warten satt

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Tierfreundin Dagmar Jäkel mit ihren Hunden Fine (oben) und Findus.

Werl - Die Werlerin Dagmar Jäkel setzt sich weiterhin für eine eingezäunte Hundewiese in der Wallfahrtsstadt ein. Jetzt wendet sie sich in einem Brief direkt an den Bürgermeister.

Es ist bereits über ein halbes Jahr her, als die Tierfreundin Dagmar Jäkel Unterschriften für ein Hundeauslaufgebiet in Werl sammelte. Innerhalb von kürzester Zeit hatte sie 890 Fürsprecher gefunden. Mit den Listen ging sie zu Bürgermeister Michael Grossmann, um ihm ihr Vorhaben vorzustellen.

Der sagte damals dazu: „Ich finde es gut, dass eine Werler Bürgerin so viel Eigeninitiative zeigt.“ Auch er sprach sich für eine solche Auslauffläche für Hunde in Werl aus. Viel getan hat sich seitdem aber nichts. „Einige Areale, die in Frage kommen könnten, wurden von mir vorgelegt“, so Dagmar Jäkel in ihrem Schreiben.

Hundewiese in Werl: Rückschlag für Dagmar Jäkel und ihr Auslauf-Gebiet

Diese habe sie mit Ludger Pöpsel von der Stadtplanung besprochen. „Viele Telefonate und Gespräche mit der Stadtverwaltung (auch über die Organisation) folgten, leider alles ohne Ergebnis“, schreibt die Initiatorin für eine Hundewiese weiter. Sie sei ständig nur hingehalten und vertröstet worden. „Vielleicht in der Hoffnung, dass die ganze Sache im Sande verläuft?“, schreibt sie.

„Warten seit Monaten"

In den vergangenen Wochen sei es stets ihre Aufgabe gewesen, die interessierten Menschen aus Werl ebenfalls zu vertrösten. „Die Unterschriften waren innerhalb kürzester Zeit – in drei Wochen – gesammelt, was ganz klar zeigte, was viele Menschen sich wünschen“, so die Werlerin, „leider warten wir aber auf die Antwort der Stadt Werl seit Monaten.“

Das waren die neuen Vorschläge für eine Hunde-Wiese in Werl

Ihrer Meinung nach eignen sich zwei Wiesen in Werl für ein Auslaufgebiet: Die Fläche im Sportpark neben dem Hallenbad, da aus dem geplanten Skatepark nichts wird und das Ausgleichsgebiet Richtung Büderich. Letzteres „würde durch die Nutzung weder bebaut noch planiert und somit in seiner Funktion nicht beeinträchtigt“, sagt Dagmar Jäkel.

„Genug gesprochen und ausdiskutiert“

Sie richtet einen deutlichen Appell an die Verantwortlichen: „Ich denke, wir haben jetzt genug besprochen und ausdiskutiert. Es ist an der Zeit, dass Politik und Verwaltung der Stadt Werl die Wünsche der Bürger respektieren und zeitnah umsetzen.“ Viele Hundefreunde in Werl und den sozialen Medien warten seit Monaten auf eine Antwort.

Daher hofft sie auf eine „hoffentlich positive Entscheidung in den nächsten drei Wochen. Für die Durchführung, Betreuung und Organisation einer Hundewiese haben sich schon Helfer angeboten“ teilt sie mit, und schließt mit den Worten: „Wir sind bereit! Sie auch?“

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Kommentare

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Kommentare

BürgerAntwort
(0)(0)

Welche Demokratie? Hier in Deutschland 2019? Im Ernst? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über den guten Witz lachen.

DD
(1)(0)

Wenn Demokratie auf der Gemeindeebene schon versagt, warum sollen dann Menschen auf Kreis, Landes, oder Bundesebene zur Wahl gehen? Dass es nichts bringt sehen doch die Menschen.

Am Ende ist es nicht die AfD die die Demokrtie beerdigt, sondern die Altparteien und die Politiker die seit Jahren für die Bürger zu wenig da sind und sich um die Anliegen kümmern.

Es fängt iim Kleinen, vor Ort in der Gemeinde, an und geht dann zur nächstgrösseren Ebene. Wenn vor Ort Demokratie nicht gelebt wird, dann wird es auf der nächsthöheren Ebene nicht klappen. Dann kommt man auf Wahlbeteiligungen von 30 und 40 Prozent.