Eine Tanne geht auf Reisen

Hilbecker Weihnachtsbaum für den Werler Marktplatz

Der Weihnachtsbaum aus Hilbeck wird auf dem Werler Marktplatz montiert
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Angekommen: Die Tanne aus Hilbeck wird auf dem Werler Marktplatz montiert.

Gleich zwei Tannenbäume aus einem Hilbecker Privatgarten sind zum weihnachtlichen Begleitgrün geworden, einer ziert nun den Werler Marktplatz.

Es waren einmal zwei Tannenbäume. Als kniehohe Setzlinge wuchsen sie im Garten vom Ehepaar Elsbeth und Karl-Heinz Kaiser in Hilbeck. In rund 30 Jahren wurden sie zu stattlichen Tannen. Am Mittwoch fand einer sein Happy End als Weihnachtsbaum für rund 32 000 Werler auf dem Marktplatz.

So ungefähr könnte die diesjährige Weihnachtsgeschichte beginnen, doch dahinter stehen eher praktische Erwägungen. Mit Plan B in der Tasche rückte der Kommunalbetrieb Werl diesmal zum Christbaumschlagen aus. Gleich zwei rund 15 Meter hohe Exemplare standen in Hilbeck zur Auswahl, konnte vor Ort sogar der hübschere ausgesucht werden.

Dass der grüne Nachbar ebenfalls das Zeitliche segnete, hatte ebenfalls praktische Gründe. Auch er wird nicht umsonst gefallen sein und demnächst in Hilbeck den Markt mit Tannenbaumverkauf an der Werler Straße schmücken. Während in Hilbeck die Kaisers mit einem „ganz ungewohnten und etwas wehmütigem Blick“ in ihrem Garten zurückblieben, machte sich der Tannen-Transport auf den Weg in den Süden.

Knapp drei Stunden benötigte der Kommunalbetrieb Werl, bis die Tanne auf dem Markt stand. Bis solch ein Baum fällt, dauert es nur wenige Minuten, Logistik und Sicherung brauchen da deutlich länger. Die Bäume sollten gezielt fallen.

„Sie waren zu groß geworden“, erzählt Karl-Heinz Kaiser. Daher wurden auch Kletterpartien notwendig, um den „Schlupf“ (Halteseil) anzubringen, damit der Bagger den Baum halten konnte. Präzise bereits vor Ort zurechtgeschnitten für den „Weihnachtsbaumständer“ ging es dann mit dem geschätzt 1,5 Tonnen schweren Baum in Begleitung zweier Polizeifahrzeuge über Wirtschaftswege durch Pröbsting und Sönnern, weiter über den Hansering, die Schützenstraße, Hedwig-Dransfeld-Straße und Engelhardstraße bis zum Marktplatz.

Das habe „bestens geklappt“, es heißt es seitens der KBW-Mitarbeiter. Unterwegs war nur einmal ein kleines Wendemanöver von entgegenkommenden Pkw und einem Lkw an der Einmündung Antoniusstraße/ Hansering nötig.

Bereits beim Aufstellen auf dem Marktplatz wurde der Baum von Werler Bürgern akribisch beäugt: „Letztes Jahr war er aber größer“, war eine erste Reaktion. Seit vielen Jahren nehmen die Werler regen Anteil an „ihrem“ Weihnachtsbaum. Da wird auch schon mal der nicht immer gerade Wuchs diskutiert. Die Tanne 2020 aber steht kerzengerade, auch wenn’s für den einen oder anderen nicht ganz so aussieht. Das von den KBW-Baumexperten spontan gebaute Lot jedenfalls bewies den aufrechten Stand.

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