Markt im Zentrum

Hilbeck verwandelt sich in ein Weihnachtsdorf

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Jedes Jahr aufs Neue etwas Neues: Das dachten sich die Organisatoren des Hilbecker Weihnachtsmarktes – und überzeugten am Samstag die Besucher.

Hilbeck - Zwar ist der Markt am Schützenplatz mittlerweile zum Selbstläufer geworden. Trotzdem ruhten sich Axel Friebe- Wieschoff, Daniel Kahlau und Peter Viertmann vom Verein Zukunft Hilbeck nicht auf ihren Lorbeeren aus.

Sie hatten eigens Holzhütten als Unterstände für die Aussteller gebaut, neue Anbieter gefunden und die weithin sichtbare Dekoration erweitert. „Immer wieder toll hier“, zog die Avantgarde Sönnern Bilanz, die seit drei Jahren auf den Markt kommt. Die Beleuchtung lockte aber auch zahlreiche, eigentlich nur den Ort durchfahrende, Gäste an. Dass es zwischendurch zu Parkproblemen kam, war für die Verantwortlichen das Zeichen, wie viel Anklang der Markt findet.

"Wie auf der Soester  Kirmes"

Voll „wie auf der Soester Kirmes“ sei es, berichtete eine Besucherin. Bratwürstchen und Glühwein mussten wegen des Ansturms sogar nachgeordert werden. Die Band Orff mit ihrem Flammlachs und auch die Landfrauen mit selbstgebackenen Plätzchen und selbstgemachtem Eierlikör meldeten kurz vor Schluss: „ausverkauft“. Das gesamte Speisen- und Getränkeangebot wurde durch das Engagement der Hilbecker Vereine und Organisationen gedeckt.

Noch immer kommt der Markt ohne kommerzielle Aussteller aus: Die Kita Saatkorn machte Crêpes, Feuerwehr und Schützen schenkten Glühwein aus, der Breitensportverein backte Waffeln, der SV Hilbeck legte Bratwürste auf den Grill. Walter Ahlert aus Bad Essen in der Nähe von Osnabrück äußerte „höchste Bewunderung“ dafür, wie die Vereine bei der Veranstaltung gemeinsam agieren. Auch die Kinder der Kita Saatkorn, die Holtumer Tanzgarde sowie die Bläser vom Posaunenchor und den Jägern beteiligten sich und stimmten auf Weihnachten ein. Neu mit dabei war in diesem Jahr der Ponyhof Hilbeck. Am Stand konnten die Besucher mit Hufeisen werfen oder dekorativ verzierte Hufeisen kaufen.

Holzschnitzer mit der Kettensäge

Neu war auch ein Holzschnitzer, der mit einer Kettensäge vor Ort Figuren wie Eulen oder Füchse sägte. „Nein“, als Künstler bezeichne er sich aber nicht, erklärte Heiner Kroes aus Bönen, der schon an Europameisterschaften für Kettensägenschnitzer teilgenommen hat. Abgerundet wurde das Angebot durch handwerkliche und gebastelte Dekorationsartikel sowie selbstgemachte Pralinen oder Honig aus einer Werler Imkerei. Letztlich gab es deshalb nur wenige Besucher, die ohne ein Teil in der Hand den Schützenplatz verließen.

Weihnachtsmarkt in Hilbeck 2019

Zur Freude aller: Denn die Erlöse des Hilbecker Marktes werden später in die Kassen der Vereine fließen. Zehn Tage intensiver Vorbereitung lagen am Samstag hinter den Verantwortlichen. Allein am Tag des Weihnachtsmarktes wies Daniel Kahlaus Schrittzähler 22.000 Schritte aus. Nun blicken die Organisatoren auf das zehnjährige Bestehen des Marktes im kommenden Jahr. Bereits dieses Mal hatten sie erstmalig bereits am Freitagabend die Hilbecker eingeladen, um gemeinsam mit dem Posaunenchor Weihnachtslieder zu singen und gemütliche Stunden auf dem Markt zu verbringen.

Der Verein Zukunft Hilbeck hat wieder einen Kalender von Hilbeck für das Jahr 2020 aufgelegt. Mit dem Geld aus dem Verkauf möchte der Verein weitere Projekte in Hilbeck realisieren, um den Ort attraktiver gestalten zu können. Noch sind einige Exemplare des Kalenders erhältlich. Bei Interesse kann man sich bei Karl-Wilhelm Westervoß (Telefon 2060) oder Herbert Nüsken (Telefon 8033535) melden.

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