Appell an die Bürger

Halloween als Corona-Falle: Kinder sollten am 31. Oktober keine Süßigkeiten sammeln

Halloween: Kinder sammeln Süßes und Saures
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Auf „Süßes oder Saures“ sollten Kinder in diesem Jahr besser verzichten – nicht nur um der Gesundheit ihrer Zähne wegen.

Viele als kleine Hexen, Zombies oder sonstige Monster verkleidete Kinder dürften sich schon jetzt darauf freuen, am 31. Oktober wieder von Tür zu Tür zu laufen und mit der Forderung „Süßes oder Saures“ tütenweise kariesfördernde Plombenzieher abzusahnen. Doch wie genau sieht das mit Halloween eigentlich in Corona-Zeiten aus?

Werl - Die aktuelle Regelung gilt zwar zunächst bis 30. Oktober. Im Hotspot Werl etwa dürfen demnach derzeit maximal fünf Personen aus fünf unterschiedlichen Haushalten oder bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit zusammenkommen.

Wenn also sieben Kinder aus drei Haushalten auf Tour gehen, verstoßen sie bereits gegen diese Vorgabe. Und dürfen die Personen, die ihnen die Tür öffnen, zu ihnen auf die Straße treten, also den öffentlichen Raum betreten? Dann käme eine weitere Person aus einem weiteren Haushalt hinzu. Sollten die Kinder umgekehrt die Privathaushalte betreten dürfen?

Halloween 2020 in Werl: „Vermeidbare Sozialkontakte wirklich vermeiden“

Im Ernstfall sei nicht davon auszugehen, „dass ein Streifenwagen mit quietschenden Reifen vor einer Gruppe von Kindern Halt macht“, meint Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher der Kreisverwaltung, „höchstens ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes“. „Doch wir können auch in diesem Zusammenhang nur zum wiederholten Male an die Bürger appellieren, vermeidbare Sozialkontakte wirklich zu vermeiden, um sich und andere zu schützen“, fährt Müschenborn fort.

„Wer seine Kinder an Halloween trotz alledem auf die Straße und von Tür zu Tür gehen lässt, hat diesen Appell dann nicht ganz begriffen. Wir wollen ja keine Spaßverderber sein, dieses Vergnügen sei jedem Kind von Herzen gegönnt – in 2021 sollte es hoffentlich wieder möglich sein. Ich persönlich würde meine Kinder nicht von Tür zu Tür laufen lassen.“ Auch die NRW-Landesregierung hat sich klar zum Thema Halloween geäußert.

„Süßes oder Saures“: Kinder sollten an Halloween nicht von Haus zu Haus ziehen

So sieht es auch Ulrich Canisius von der Stadt Werl, wenn auch etwas gelassener, „denn in Werl schien mir Halloween bislang nie so relevant zu sein. Wahre Kinderhorden, die hier von Tür zu Tür ziehen, hat es meines Wissens nie gegeben.“

Es können lediglich schwer werden, den Kindern begreiflich zu machen, warum sie in diesem Jahr nicht von Haus zu Haus ziehen sollten. Hier sind natürlich Eltern, Lehrer und Erzieher gefragt, ihnen kindgerecht zu erklären, warum sie sich bis frühestens 31. Oktober 2021 gedulden müssen. Und ihnen vielleicht zur Entschädigung selber eine Tafel Schokolade in die Hand drücken.

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