Hafturlauber der JVA Werl

Flüchtiger Mörder sticht in Hamburg Frau nieder

WERL/HAMBURG - Mordversuch nach Hafturlaub: Ein 42-jähriger Insasse der JVA Werl, der Mitte Februar aus einem Urlaub nicht zurückgekehrt war, soll in einem Café in Hamburg eine 56-jährige Frau niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.

Die Polizei hält den drogensüchtigen Nadiem Ralf Mahfouz nach der Auswertung von Bildern verschiedener Überwachungskameras für überführt und lässt im Großraum Hamburg nach ihm fahnden. Dabei wird die Bevölkerung vor der Gefährlichkeit des Schwerverbrechers gewarnt, der vor mehr als 15 Jahren wegen gemeinsamen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

Es gilt als sicher, dass der flüchtige Häftling eine Pistole und ein Messer mit sich führt. Er soll am Wochenende die Hamburger Café-Betreiberin mit zahlreichen Messerstichen attackiert haben. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte waren allein sechs dieser Stiche lebensbedrohlich. Inzwischen ist die Frau außer Lebensgefahr. Von dem Gewaltverbrecher fehlte zunächst jede Spur.

Der Häftling ist extrem brutal vorgegangen. Die Ärzte im Hospital zählen zahlreiche Schnittverletzungen an Armen und am Oberkörper der 56-Jährigen – allein sechs werden als lebensbedrohlich eingestuft. Nach Auskunft der behandelnden Mediziner ist die Frau inzwischen außer Lebensgefahr.

Auf die Spur von Nadiem Ralf Mahfouz kamen die Ermittler, als sie die Aufnahmen anderer Überwachungskameras, auch aus dem Café, analysierten. Darunter nämlich sind Fotos von der Kamera eines Geldautomaten. Sie zeigen nach Erkenntnissen der Ermittler den flüchtigen Mörder.

In der Werler JVA fühlen sich Bedienstete in ihrer Einschätzung bestätigt. Einem schwerst drogenabhängigen Insassen zwei Tage Urlaub ohne jede Begleitung zu gewähren, obwohl er aus einem ersten Urlaub bereits erheblich verspätet in die Anstalt zurückgekommen war, sei fahrlässig gewesen, sagen sie. - di

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