Nach Vorfall im Mai

Häuser in Wohnsiedlung sollen vor Schlamm geschützt werden

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Als im Mai 2019 Starkregen niederging, hatte das schmutzige Folgen für Anwohner an der Unnaer Straße.

Den Anwohnern ging es wortwörtlich dreckig: Als Ende Mai 2019 ein intensiver Starkregen über Werl niederging, da hatte das schmutzige Folgen für Anwohner des Stichwegs an der Unnaer Straße 65 bis 75. Hier gibt es sieben Mehrfamilienhäuser. Die Straßen verschlammten.

Werl - Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht aufnehmen. Die braune Brühe ergoss sich vor die Mehrfamilienhäuser.

Der Schlamm stammte von den landwirtschaftlichen Feldern südlich der L 969 (ehemalige B 1). Der Boden dort konnte den sturzartigen Regen nicht aufnehmen, das Wasser suchte sich in Massen seinen Weg durch einen Straßendurchlass, um von dort in die Mischwasserkanalisation zu gelangen. Nur: Der Kanal reichte für diese Mengen nicht aus, das Wasser schoss auf die Unnaer Straße.

Einst gab es eine natürliche Vorflut für das Wasser von den Feldern; durch das Fortschreiten der Bebauung in westliche Richtung sei das nach dem zweiten Weltkrieg aber verloren gegangen, teilt der Kommunalbetrieb mit.

Nun soll es Maßgaben zu einer „sicheren Lösung“ geben, die das Wasser von den Feldern aus der Wohnsiedlung hält. Das Regenwasser soll zum Gewässer „Schlammbach“ westlich der Siedlung abgeleitet werden.

Da es für die Maßnahme Zeit braucht, gibt es auch eine kurzfristige Schutzmaßnahme für die Bebauung an der Unnaer Straße. Der Durchlass unterhalb der L 969 sei in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW bereits reduziert worden, teilt der KBW mit. Wo weniger Wasser durch kann, bedroht es auch die Siedlung weniger.

Die Hochwasserschutzmaßnahme sollte im Betriebsausschuss am morgigen Dienstag vorgestellt werden. Der ist allerdings wegen der Corona-Pandemie auf einen unbestimmten Zeitraum verlegt worden. Wann die Politik über das Vorhaben informiert wird, steht demnach noch nicht fest.

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