Mehr Nachfrage als Bauplätze

Großes Interesse an Wohnbauflächen

+
Bis auf ein Grundstück, das aber auch reserviert ist, sind alle 70 Bauplätze auf dem Union-Gelände vergeben.

Werl – Das eine Baugebiet brauchte fast zehn Jahre, bis es nun endlich voll ist – und das andere hat schon jetzt doppelt so viele Bewerber wie Bauplätze. Größer kann der Unterschied zwischen den Baugebieten „Union“ und „Schlesienstraße“ kaum sein. 

Beiden aber ist eines gemeinsam: Die Entwicklung zeigt die deutlich gestiegene Nachfrage nach Wohnraum.

Union

Das Baugebiet an der Soester Straße, benannt nach der einstigen Firma „Union“, wurde 2006 von Altlasten befreit. Zwar waren die Schadstoffe aus dem Erdreich entfernt, durch die Historie des Industrieareals ging das Baugebiet dennoch nicht unbelastet vor gut zehn Jahren an den Verkaufsstart. Nun aber ist die Veräußerung abgeschlossen: Bis auf ein Grundstück, das auch bereits reserviert ist, sind alle 70 Bauplätze vergeben und zum größten Teil auch schon bebaut, sagt Ulrich Canisius, Chef der Werler Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWS). 

Es gibt sogar eine Warteliste, sodass auch das letzte Grundstück sicher verkauft werden wird. Unter anderem hat die Lockerung der Gestaltungsvorgaben dafür gesorgt, dass der Absatz der Grundstücke zuletzt deutlich anzog. Nun wird der Endausbau geplant; sechs Straßenarme und zwei Querstraßen müssen gebaut werden. „Damit haben wir gewartet,bis das Amtsgericht fertig ist“, sagt Canisius. Man gehe davon aus, dass noch 2020 der Auftrag erteilt und möglichst schon mit dem Bau der Straßen begonnen wird, im Frühjahr 2021, so das Ziel, soll der Endausbau erfolgt sein.

Schlesienstraße

29 Grundstücke sollen an der Büdericher Schlesienstraße ab Februar in die Vermarktung gehen. Und schon jetzt ist absehbar, dass die Werbetrommel nicht lange gerührt werden muss. Denn man habe rund 60 Anfragen für die Grundstücke vorliegen, sagt Canisius. „Daher sind wir optimistisch, die Bauplätze schnell verkaufen zu können.“ 

Die Vergabe wird nach bestimmten Kriterien erfolgen, die die GWS noch vorstellen wird. Es sei aber nicht so, dass nach zeitlicher Reihenfolge der Bewerbungen entschieden wird. Daher seien Interessensbekundungen auch jetzt noch erwünscht. Die Sparkasse Soest-Werl wird die Vermarktung der Grundstücke übernehmen. Zurzeit wird der Kanal verlegt. 

Langenwiedenweg

Am Langenwiedenweg auf Höhe der Justizvollzugsanstalt will die Stadt ein weiteres Baugebiet erschließen. Letzte Grundstücksfragen zur Erschließung sind mittlerweile geplant, nun geht es an die Bauplanung. Der Bebauungsplan muss angepasst werden. Noch im Laufe dieses Jahres könne der Aufstellungsbeschluss kommen, sagt Ulrich Canisius mit aller Vorsicht. Erste lockere Nachfragen von Bauwilligen gibt es auch für dieses Areal.

Werl-Süd II

Noch in Vorbereitung ist das Wohngebiet „Werl-Süd II“. Hier sind noch Fragen der Verkehrsführung in der Bauzeit zu klären. Da ein Projektträger die Realisierung des Areals übernehmen soll, geht die GWS von einem zügigen Fortgang der Planungen aus. Auf 2,8 Hektar soll es 30 Baugrundstücke für 50 Wohneinheiten geben. 

Die Stadt ist sicher, dass die Beethovenstraße den zusätzlichen Verkehr aufnehmen kann. Doch wegen des Widerstands prüft sie, ob für die Erschließungsphase eine Anbindung über einen Wirtschaftsweg an die Wickeder Straße möglich ist. 

Hohle Straße

Zwischen der Weststraße und der Hohlen Straße in Westönnen wird es acht Bauplätze geben. Laut Plan gibt es von der Weststraße eine Zufahrt ins Baugebiet. Zwei Häuser werden von der Hohlen Straße erschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare