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Großbrand in Werl: Lagerhalle in Flammen - Feuerwehr im Einsatz

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Von: Erik Hlacer, Daniel Schröder

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Die leer stehende Lagerhalle brannte aus.
Die leer stehende Lagerhalle brannte aus. © Daniel Schröder

In Werl brannte am Dienstagabend eine Lagerhalle. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen.

Werl – Ein Großbrand forderte am Dienstagabend die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werl: Die alte Kartoffelhalle Preker stand lichterloh in Flammen. Um 20.18 Uhr waren zunächst nur die beiden Löschzüge aus der Stadtmitte wegen einer unklaren Rauchentwicklung zur Brandisstraße. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es Vermutungen, dass möglicherweise ein Dachstuhlbrand der Ursprung dieser „unklaren Rauchentwicklung“ sein könnte.

Die dunkle schwarze Rauchwolke, die viele Meter senkrecht in den Werler Himmel stieg, wies den anrückenden Feuerwehrleuten den Weg. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten nach dem ersten Alarm vor Ort eintrafen, wurde klar, dass hier die Hilfe der Feuerwehr dringend benötigt wurde. Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Christoph Müller, war einer der ersten am Brandort und schilderte: „Als wir eintrafen, stand die Lagerhalle im Innern bereits vollständig in Flammen. Kurze Zeit später zündete der Dachstuhl des leer stehenden Gebäudes durch. Ein Innenangriff gegen die Flammen war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr möglich.“

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. © Daniel Schröder

Der Löschzug 3 mit den Einheiten aus Westönnen und Mawicke wurde zur Unterstützung gerufen. Ebenso gab es überörtliche Hilfe: Die Feuerwehr Wickede rückte mit ihrer Drehleiter an. 

Bei der Brandbekämpfung kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz.
Bei der Brandbekämpfung kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz. © Daniel Schröder

Da das Gebäude wegen der raschen Durchzündung schon im frühen Einsatzstadium akut einsturzgefährdet war, ging es dem Feuer von Außen an den Kragen: Mit mehreren Strahlrohren und Wasserwerfern brachten die ehrenamtlichen Kräfte den Brand, der sie so groß empfangen hatte, schnell unter Kontrolle.

Bei sommerlichen Temperaturen verlangte der Einsatz den Feuerwehrleuten auch physisch einiges ab.
Bei sommerlichen Temperaturen verlangte der Einsatz den Feuerwehrleuten auch physisch einiges ab. © Daniel Schröder

Manche Einsatzkraft ging im Kampf gegen das Feuer bei Außentemperaturen von rund 25 Grad bis an die physische Belastungsgrenze: „Ein Feuerwehrmann wurde mit Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst betreut. Ihm ging es aber schnell wieder gut“, berichtete Karsten Korte. Er war als Leiter der Feuerwehr Werl bis zur Nachalarmierung mit den anderen Führungskräften der Werler Feuerwehr, den drei Kreisbrandmeistern und Vertretern der Politik bei der Feuerwehr-eigenen Jahreshauptdienstbesprechung gewesen. „Gerade hielt Berthold Penkert, der Leiter des Instituts der Feuerwehr NRW, einen Vortrag, als der Alarm kam“, so Korte.

Eine Drohne lieferte wichtige Erkenntnisse aus der Luft.
Eine Drohne lieferte wichtige Erkenntnisse aus der Luft. © Daniel Schröder

Da sich viel Brandlast – die Feuerwehr sprach zu Beginn des Einsatzes von Müll – in der leer stehenden Halle befand, zogen sich die Nachlöscharbeiten lange hin. Deshalb wurde am Ende mit Schaum gelöscht, mit dem auch den letzten Brandnestern die Kraft genommen werden konnte. Als überaus nützlich erwies sich bei der Beurteilung der Einsatztaktik wieder einmal der Einsatz einer Drohne, betonte Korte.

Mit vereinten Kräften wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.
Mit vereinten Kräften wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. © Daniel Schröder

Der Einsatzort wurde schon zu Beginn der Brandbekämpfung wegen zahlreicher Schaulustiger von der Polizei weiträumig abgesperrt. Der Kommunalbetrieb Werl rückte mit weiterem Absperrmaterial an.

Zahlreiche Atemschutztrupps bekämpften die Flammen.
Zahlreiche Atemschutztrupps bekämpften die Flammen. © Daniel Schröder

Bei der Halle, die den Flammen zum Opfer fiel, handelte es sich um die alte Kartoffelhalle Preker, die vor vielen Jahren von der Stadt Werl erworben worden war. Das Areal wird für den Bau der künftigen Bahnunterführung Langenwiedenweg gebraucht. In der Vergangenheit hatte es dort immer wieder mal Brandstiftungen gegeben. Dabei wurde jedoch nie großer Schaden angerichtet. Wegen der Brandstiftungen wurde das Areal eingezäunt. Die Halle war bereits vor dem Brand für den künftigen Abriss vorgesehen.

Ob es sich bei dem Brand am Dienstagabend auch um Brandstiftung handelte, konnte die Polizei noch nicht kommentieren. Die Brandursachenermittler werden dem Ausbruch des Feuers auf den Grund gehen.

Wir berichten weiter.

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