Udo Ferber seit 50 Jahren Meister 

Goldener Meisterbrief für Werler Friseur

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Friseurmeister Udo Ferber aus Werl erhielt jetzt von der Handwerkskammer Düsseldorf den Goldenen Meisterbrief.

Der Werler Udo Ferber hat seinen „Goldenen Meisterbrief“ erhalten. Vor 50 Jahren machte er im Friseurhandwerk seinen Meister.

Werl - Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, gratulierte dem Werler. „Sie haben Ihr Berufsleben dem Handwerk gewidmet und es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, Ihre vorbildliche Arbeit im Handwerk und Ihre Beziehungen zu unserem Hause zu würdigen“, so der Geschäftsführer.

Es war ein Berufswunsch des Werlers, das Friseurhandwerk zu erlernen. Eines Abends kam sein Vater Heinz auf ihn zu und sagte: „Ich habe Peters Hans getroffen, du kannst bei ihm die Ausbildung zum Friseur machen.“ Die Freude bei dem 14-jährigen Schüler war groß. Udo Ferber wollte immer seinem Onkel Fritz Mechler nacheifern. Der war Friseur und das hat ihn als kleinen Jungen schon begeistert.

1958 begann er mit seiner Lehre beim Salon Peters in der Bäckerstraße. Dass er nach seiner Ausbildung in einem großen Betrieb landete, verdankte er einer Fachzeitschrift. „Da habe ich gelesen, dass Friseure in Dortmund gesucht werden und es dort mehr Geld zu verdienen gibt“, erinnert er sich. Sechs Jahre fuhr der Werler in den 60er Jahren täglich in den Pott. Aber Udo Ferber wollte noch mehr Erfahrungen sammeln. Drei Jahre arbeitete er in Murnau in Bayern.

Am 18. April 1970 machte er seine Meisterprüfung in Düsseldorf. Bevor die Wege zurück in die Heimat führten, arbeitete er noch zwei Jahre in Unna. Dann erfuhr er, dass „Annchen“ Kiko in der Walburgisstraße ihren kleinen Friseurladen aufgab. Udo Ferber überlegte nicht lange und er übernahm 1973 das Geschäft. So machte er sich als Herrenfriseur in seiner Heimatstadt selbstständig. Mit einem Lächeln auf den Lippen erinnert er sich noch genau an die Wochentage, an denen die Engländer in sein Ladenlokal kamen. „Jeden Mittwoch kamen immer auf einmal rund 15 Englänger zum Haareschneiden zu mir.

Da waren alle Stühle belegt, sodass einige auf dem Boden sitzen mussten“, sagt er und schmunzelt. Nach 19 Jahren gab er die Selbstständigkeit schweren Herzens auf. „Die Erben von ‘Annchen’ Kiko meinten auf einmal, dass sie die Miete deutlich erhöhen wollten, weil das Ladenlokal in einer guten Lage in der Fußgängerzone liegt. Da habe ich nicht mehr mitgemacht“, erzählt der 76-jährige. Bis zu seiner Rente 2010 arbeitete er als Controller bei der Firma Mawick in Sönnern. Während seiner Selbstständigkeit hat Udo Ferber viele Leute kennengelernt. „Ich hatte immer guten Kontakte zu den Werlern, bei mir wurde immer das Neueste aus dem Ort erzählt“, erinnert er sich.

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