Straße wird umbenannt

Die „B1“ gibt's in Werl und Soest bald nicht mehr

Noch B 1, bald Landesstraße mit irgendeiner Nummer: So wie hier bei Westönnen stehen auf der Bundesstraße Abstufungen an.

WERL/SOEST ▪ Wenn in gut einem Jahr die Läufer die Schuhe schnüren, um Silvester auf Asphalt Richtung Soest zu traben, dann ist das zugleich ein Abschiedslauf von einem Stück Straßengeschichte. Denn schon am Tag darauf wird die Straße nicht mehr „B 1“ heißen.

Vielmehr wird sie dann eine Landesstraße mit einer Nummer sein, die jetzt noch nicht feststeht. Das bestätigt der Landesbetrieb Straße auf Anzeiger-Anfrage. Die Bezeichnung „B 1“ wird im Werler Raum mit dem 1. Januar 2015 verschwinden. Die Bundesstraße wird zur Landesstraße zurückgestuft. So werden Westönner zwar künftig an der „Westönner Bundesstraße“ wohnen und Büdericher die Adresse „Büdericher Bundesstraße“ haben – aber sie wohnen nicht mehr wirklich an einer Bundesstraße. So bleibt nur die Namensgebung.

Schon seit gut 20 Jahren, so Rainer Schütte, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr beim Landesbetrieb Straßen NRW, gibt es die so genannte „Abstufung autobahnparalleler Straßen“. Nun greift diese Maßnahme auch im hiesigen Raum.

Schon in einigen Tagen wird aus dem Abschnitt der B 1 von Erwitte (bis B 55) bis nach Soest (bis B 475) die „L 856“. Der Abschnitt zwischen Soest (ab Abzweig B 229) und Werl (bis zur Kreisgrenze Unna) soll hingegen erst ein Jahr später folgen, weil zuvor noch Baumaßnahmen im Soester Bereich (Kreuzungsknoten B1/B229) und im Bereich der Ortsausfahrt Richtung Ampen geplant sind.

Dass zuletzt im Bereich Mawicke an der B 1 die Fahrbahn erneuert wurde, hing mit der bevorstehenden Rückstufung zusammen. „Die Unterhaltungsrückstände hatte noch der alte Baulastträger zu erledigen“, sagt Schütte. Sprich: der Bund.

Weder Werl, noch Mawicke, Westönnen, Büderich oder Holtum werden damit künftig noch an der B 1 liegen. Und auch die „B 1 n“ wird dann Landesstraße sein. Für die Autofahrer wird sich nichts ändern, weil nur der Name wechselt. Nach und nach wird dann auch die Beschilderung der Straße getauscht.

Froh ist man in Meschede, dass anders als in anderen Teilen nicht eine Rückstufung zur Kreisstraße erfolgt. Denn so bleibt die dann ehemalige B1 im Aufgabenbereich des Landesbetriebs Straßen, wenn auch der Baulastträger nicht mehr der Bund, sondern das Land ist.

Einst war die B 1 die längste Bundesstraße in Deutschland, verlief von Aachen nach Königsberg. Mittlerweile hat sie auch durch den Bau neuer Autobahnen viele Lücken. ▪ bus

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