Straßen gesperrt

Neue Wasserleitung: Deshalb kommt das neue Rohr ins alte

+
Die Rohrnetzmonteure Benny Wendt (von links), Daniel Haves und Dominik Neugebauer von Gelsenwasser verbinden mit der Stumpfschweißmaschine zwei Kunststoffrohre.

Büderich – Auf einer Strecke von 1300 Metern erneuert Gelsenwasser zurzeit die Wasserleitung zwischen Büderich und Holtum.

Von zwei Seiten führen die Mitarbeiter von Gelsenwasser die Kunststoffrohre in die Stumpfschweißmaschine ein. Die schließt sich, und mit Hilfe von Wärme und Druck werden aus zwei Rohren eines.

Die Arbeiten unterhalb der Straßen Zur Linde und Boke zwischen den Einmündungen Hochstraße und Am Jahenbrink werden voraussichtlich acht Wochen dauern. 

Straßen gesperrt

Die Straßen werden gesperrt, Anlieger haben jeweils bis zur Baustelle freie Fahrt.

Die alte Gussleitung stamme aus den 1950er-Jahren und werde ersetzt, um künftigen Schäden vorzubeugen, erläutert André Ziegert, Sprecher von Gelsenwasser. 

Die neue Kunststoffleitung wird in das alte Rohr eingezogen. Das hat mehrere Vorteile: Die Fahrbahn muss nicht komplett, sondern nur an einigen Kopflöchern geöffnet werden. Außerdem bietet die alte Gussleitung der neuen einen gewissen Schutz vor Beschädigungen. 

Am Stahlseil durchs alte Rohr

Zum Ziehen werden die neuen Leitungen aus Polyethylen mit einem Stahlseil an einer Maschine befestigt. Vorher werde das alte Rohr noch mit einem Hartgummi gereinigt und auf Beschädigungen geprüft, so Ziegert. 

Möglich ist das Einziehen nur, weil die neue Leitung einen kleineren Durchmesser hat. Waren es beim Gussrohr noch 35 Zentimeter, sind es bei der neuen Leitung nur noch 22,5 Zentimeter. Doch das sei völlig ausreichend, so Ziegert.

Wasserbedarf sinkt

Es sei heute durchaus üblich, dass neue Wasserleitung kleiner dimensioniert sind als alte, sagt Ziegert. „Der Wasserbedarf hat abgenommen.“ Besonders deutlich sei dies im Ruhrgebiet, wo die Schwerindustrie früher viel Wasser verbraucht habe. Aber auch in Werl würden heute kleinere Leitungen verlegt. Zum Beispiel durch Spartasten bei den Toilettenspülungen würde heute einfach weniger Wasser benötigt, so Ziegert. 

Zu große Leitungen bereiten Probleme

Sind die Leitungen zu groß und der Durchfluss zu klein, könne das durchaus Probleme bereiten. In Sackgassen würden so etwa schnell mal Ablagerungen in den Rohren entstehen, die durch Spülen beseitigt werden müssten, erläutert Ziegert. Auch deshalb sei es sinnvoll, Leitungen mit kleineren Durchmessern zu verlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare