Neue Freiheit auch in Werl

Wieder zum Shoppen dank Impfausweis

Beim Juwelier Drees in Werl freut man sich über die Lockerung für Geimpfte: Ricarda Drees-Collas begrüßt Klaus Tomicek als einen der wenigen Kunden mit Impfausausweis.
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Beim Juwelier Drees freut man sich über die Lockerung für Geimpfte: Ricarda Drees-Collas begrüßte Klaus Tomicek als einen der wenigen Kunden mit Ausweis.

Unbeschwerter shoppen gehen: Die Testpflicht gilt seit Montag nicht mehr für diejenigen, die einen vollständigen Impfschutz oder bereits eine Corona-Infektion überstanden haben. In Werl können diese Freiheiten aber bislang nur wenige nutzen – oder es hat sich noch nicht herumgesprochen.

Werl - Der Anzeiger hat sich bei einigen Händlern in der Werler Einkaufsmeile umgehört, dort war eher von Zurückhaltung die Rede. Bei Irmgard Christl schauten ebenso wie bei ihren etwas entfernteren Nachbarn von „La Donna e piu“ bereits die ersten Kundinnen mit entsprechendem Vermerk im Impfausweis vorbei, um in ihrer jeweiligen Stamm-Boutique in der Steinerstraße in der aktuellen Damenmode stöbern zu können.

„Das läuft unkomplizierter für beide Seiten“, sagt die Inhaberin von „Mode und mehr“. Mehr bringen vor allem an Kundschaft allerdings werde erst die Rückkehr zu „Click und Meet“ mit Angabe von Adresse und Telefonnummer, so Christl. Die Einkaufsmöglichkeit mit Test sei kaum genutzt worden. „Warum soll ich mich testen lassen, wenn ich nur durchschauen möchte“, habe sie so manches Mal in den vergangenen Wochen von potenziellen Kundinnen zu hören bekommen.

Im Kaufhaus Danielsmeier hofft man ebenfalls auf diese dann besseren Zeiten. „Es bringt erst was, wenn die Inzidenzzahlen dauerhaft unter 100 liegen, bis wir zu ,Click und Meet’ zurückkehren können“, meint Prokurist Oliver Dahms und vermutet: „Die Zahl der Geimpften ist einfach noch zu gering.“ Und darum konnte man am ersten Tag der Lockerungen für Geimpfte auch im Werler Haus noch nicht von größeren Kundenströmen sprechen. Aber wohl immer noch besser als ein komplett geschlossenes Geschäft wie das noch in Datteln der Fall sei.

Angesichts der ständig wechselnden Vorschriften blieben die Verunsicherungen auf beiden Seiten bestehen. „Wen dürfen wir reinlassen und wen nicht?“ sei eine häufig gestellte Frage auch im eigenen Mitarbeiterteam. Daher dürfte Dahms mit seinem Wunsch nach „einer gewissen Konstanz“ im Geschäftsgeschehen nicht alleine dastehen und mit der weiter fortschreitenden Impfkampagne sei man ja auf dem Weg. „Richtig öffnen zu können, das wäre eine riesengroße Erleichterung.“ Nicht nur für das Kaufhaus, sondern auch beim „Taschenfreund“, wo man ebenso wie im Photoshop Stegmann am ersten Lockerungs-Tag noch keine Kundschaft gesehen hat, die die neuen Einkaufsfreiheiten nutzten.

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