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Freunde aus Werl und Welver gründen Förderverein für Kinder in Tansania

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Von: Andreas Sträter

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Hilfe aus Werl für gehandicapte Kinder in Tansania: Die Fördervereins-Mitglieder (von links) Thea Mundry, Christina Riechert, Heribert Mundry, Peter Riechert, Sibusiso-Gründerin Atty Hammer-Roos, Josef und Christine Blienert, Henk Hammer sowie Riekie und Anton van Doornmalen. © Sträter

Büderich/Welver - Sibusiso ist eine niederländische Stiftung, die sich der Kinder in Tansania annimmt, um die sich sonst keiner kümmert. Im Herbst haben befreundete Paare aus Büderich und Welver einen deutschen Förderverein gegründet, der sich jetzt im Restaurant „Werlinger“ zur ersten Versammlung traf.

Mit dabei waren auch die Gründer der Stiftung, Tropenmediziner Henk Hammer und seine Frau Atty Hammer-Roos. Sibusiso ist ein Dorfprojekt, in dem geistige und körperlich behinderte Kinder gefördert werden. „Aus Scham vor der Öffentlichkeit werden die Kinder vor der Öffentlichkeit versteckt“, erläuterte Hammer-Roos. „Niemand kümmert sich um diese Kinder, das wollten wir ändern.“ 

Ziel der Sibusiso-Stiftung ist es, dieses Tabu zu durchbrechen, um den Kindern eine Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen. In einem Hilfszentrum werden die Kinder aufgenommen und individuell gefördert. Auch die Freunde aus Büderich und Welver rund um den niederländischen Sänger Anton van Doornmalen wollen helfen. 

Nach einer gemeinsamen Afrika-Reise und einer Besichtigung des Projektes fassten Josef und Christine Blienert, Heribert und Thea Mundry, Peter und Christina Riechert zusammen mit Anton van Doornmalen und seiner Frau Riekie den Beschluss: Es muss einen Förderverein in Deutschland geben. „Wir sind sehr motiviert, aber wir brauchen Unterstützung“, sagt der Vorsitzende Josef Blienert. 

Die erste Fördervereinsversammlung in der Stadthalle wurde dazu genutzt, um darüber zu diskutieren, was genau mit den Spenden passieren soll. Da passte es, dass die gelernte Krankenschwester und Lehrerin Atty Hammer-Roos detailliert die Probleme ihrer Arbeit in Tansania schildern konnte. 

Dabei erläuterte sie, wie sich die Qualität der Physiotherapie für die Kinder vor Ort verbessern lasse. Auf den Wohltätigkonzerten des Sängers Anton van Doornmalen in Einbeck und Langenstein sind bereits erste Spenden gesammelt worden. „Doch wir wollen noch mehr bewegen“, sagt Blienert, der unter der Mail-Adresse josefblienert@web.de für Fragen und Ideen erreichbar ist. In Kürze erfolgt der Aufbau einer deutschen Webseite.

Spendenkonto Volksbank Hellweg, BIC GENODEM1SOE, IBAN: DE 94 4146 0116 6248 3271 00.

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