Bäder-Gesellschaft reagiert

„Natürlich blöd“: Erst Platz zum Schwimmen reserviert, dann nicht gekommen

Voll war es zuletzt im Werler Freibad. Aber es gab auch Probleme.
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Voll war es zuletzt im Werler Freibad. Aber es gab auch Probleme.

Ein wenig sei das so wie Gäste am Hotelpool, die vor dem Frühstück schon ihr Handtuch rauslegen, um sich Liegen zu reservieren – um dann doch erst Stunden später zu kommen: Die Bädergesellschaft BBG hat die Möglichkeit von Online-Reservierungen durch Saisonkartenbesitzer kurzfristig beendet. Der Grund laut BBG-Geschäftsführer Ulrich Canisius: „Viele haben Reservierungen vorgenommen, sind dann aber nicht gekommen.“

Werl - Das sei natürlich „blöd“ bei einer begrenzten Besucherzahl. Die BBG reagierte und stoppte das Angebot.

Als Alternative hat sie einen „Bypass“ am Eingang des Freibads geöffnet, durch den Saisonkartenbesitzern langes Warten in der Schlange erspart bleibt. Die Saisonkarte bietet demnach also finanzielle Vorteile, sichert aber nicht den Badbesuch an sich. Wenn das Bad voll ist, ist es halt voll – „für alle“, betont Canisius.

Dabei blickt das Bäderteam auf einen guten Besuch in den vergangenen heißen Tagen zurück. Am Donnerstag und am Samstag habe man über 1 000 Gäste gehabt. In zwei Blöcken darf geschwommen werden, morgens und nachmittags dürfen zeitgleich maximal 500 Gäste im Bad sein. Wenn aber Schwimmer schon vorher wieder gehen, dürfen andere hinein.

Die neue Online-Buchung habe ihr Startschwierigkeiten mittlerweile überwunden, sagt Canisius. Online-Bucher können direkt ins Bad marschieren. Aber längst nicht alle Besucher nutzen das. So hätten allein am Donnerstag 640 Gäste bar an der Kasse bezahlt. Das habe für lange Schlangen gesorgt.

Es sei aber „gesittet“ zugegangen, sagt der Bäder-Chef. Während andere Städte Probleme mit Gästen meldeten, die gepöbelt hätten oder gar über die Zäune gestiegen seien, sei es in Werl ruhig zugegangen.

Das angrenzende Hallenbad, sonst im Sommer offen, bleibt in der Freibadsaison geschlossen, kündigt Canisius an. Der erhöhte Personaleinsatz sei nicht leistbar.

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