Restaurant-Besuche während des Lockdowns

Essen gehen in Corona-Zeiten? Eine ungewöhnliche Idee macht es möglich

Simone Roolf (r.) und Heike Griesbeck
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Simone Roolf (r.) hat das Wohnmobil gemietet und ihre Freundin Heike Giesbach eingeladen.

Endlich mal wieder im Restaurant essen gehen. Das hat sich Simone Roolf gedacht und hatte dafür eine ungewöhnliche Idee.

Holtum – Der Tisch ist gedeckt mit Kerzen und Winterdekoration. Das Licht ist gedimmt und verbreitet eine gemütliche Stimmung. Die Holtumerin Simone Roolf wartet auf ihr bestelltes Essen. Allerdings nicht zuhause in ihrer Wohnung. Sie sitzt im warmen Wohnmobil in Westönnen an der alten B1 und unterhält sich mit ihrer Freundin Heike Giesbach.

Gemeinsam warten die Damen auf eine Fischplatte für zwei Personen, die gleich serviert wird. Erst einmal stoßen sie mit einem Gläschen Wein auf einen schönen Abend an. Bevor das Essen geliefert wird, bringt die Kellnerin ein Stövchen, damit die Teller auch warm bleiben. Dann wird das Essen in einer großen Styroporbox geliefert.

Drei Fliegen mit einer Klappe

„Wo stellen wir das alles bloß hin?“, fragt die Holtumerin. Aber schnell ist Platz für das reichhaltige Menü gefunden und die Tür schließt sich wieder. Nun können die Damen das Essen bei Kerzenschein und mitgebrachter Musik aus der Bluetooth-Box in Ruhe genießen.

Simone Roolf war es leid, immer nur noch zuhause zu sein. Ihr fiel die Decke auf den Kopf. Zufällig stieß sie im Internet auf das Angebot des Wohnmobils-Dinners. Gemeinsam mit ihrem Freund Andreas Schmidt mietete sie sich in Wuppertal ein Wohnmobil. „Schlafen werden wir darin nicht“, sagt die Holtumerin, „ich bin kein Campingtyp.“ Wie sie berichtet, ist das Gefährt nur zum Essengehen ausgeliehen.

Aus ihrer Sicht schlägt sie damit drei Fliegen mit einer Klappe: „Wir kommen endlich wieder raus und unterstützen damit noch die Gastronomie. Der Verleiher der Wohnmobile hat auch noch was davon.“ Schnell setzte sie ihre Idee um und nur wenige Tage später stand das Wohnmobil vor der Tür. Termine in umliegenden Restaurants hatte sie schon gebucht.

Auf großer Restaurant-Tour

Als erstes ging es für Simone Roolf und Andreas Schmidt nach Menden, wo sie riesige Schnitzel auf ihre Teller serviert bekamen. „Das war doch etwas viel für uns, und wir hatten am anderen Tag noch was davon“, sagt sie, „wir freuen uns jetzt einfach, mal wieder rauszukommen.“ Das Wohnmobil wird sie in den kommenden Wochen erst einmal so richtig ausnutzen.

Über das Internet hat sie sich Restaurants in der Umgebung ausgesucht. „Ich werde jetzt meine Lieblingsmenschen einladen und mit denen das Essen im Wohnmobil genießen“, sagt die Holtumerin. Ihre Freundin Heike Giesbach reiste aus Fröndenberg an. „Das war ein tolles Erlebnis und ich würde das sofort wieder machen“, teilt sie mit. Für das kommende Wochenende hat die Holtumerin einen Restaurant-Parkplatz in Ascheberg reserviert. „Bis dahin werde ich aber bestimmt noch andere Lokale testen“, sagt sie. 

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