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Mehr Privatsphäre für Flüchtlinge: Stadt sperrt früheres Schulgelände

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Von: Dominik Maaß

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Die Stadt hat das Gelände an der Overbergschule nun mit Sichtschutzzäunen abgesperrt. Die Overberghalle wird zurzeit aber noch nicht als Unterkunft genutzt.
Die Stadt hat das Gelände an der Overbergschule nun mit Sichtschutzzäunen abgesperrt. Die Overberghalle wird zurzeit aber noch nicht als Unterkunft genutzt. © Fabian Neuenzeit

Das Gelände der Overbergschule ist seit kurzem mit Sichtschutzzäunen abgesperrt.

Werl – Ziel sei es, den „Durchgangsverkehr“ auf dem Schulhof einzudämmen und den Flüchtlingen, die dort wohnen, eine gewisse Privatsphäre zu ermöglichen, erläuterte die städtische Fachbereichsleiterin Alexandra Kleine auf Anfrage.

Bewohnt sei auf dem Gelände bislang nur das „Haus 2“. Übergangsweise seien Flüchtlinge auch in den benachbarten Containern untergebracht gewesen, so Kleine. Diese seien nun aber wieder freigezogen und würden erst mal auch nicht mehr belegt.

Container nicht mehr als Unterkunft vorgesehen

Mit Blick auf die vorgehaltene, aber noch nicht genutzte Sammelunterkunft in der Turnhalle könnten die Container künftig für eine notwendige Quarantäne, als Sozialräume, für Sprechstunden der Sozialarbeiter, für die Hausmeister oder für kleinere Veranstaltungen genutzt werden.

Die Turnhalle ist in 40 Kabinen für je drei bis vier Personen eingeteilt. Wann sie benötigt wird, ist noch nicht klar. „Das kann von heute auf morgen passieren“, so Kleine.

Angesichts des Winters und der in weiten Teilen zerstörten Infrastruktur rechnet die Stadt mit deutlich steigenden Flüchtlingszahlen aus der Ukraine. Die Vorbereitungen seien soweit getroffen, Sicherheitsdienst und Caterer stünden kurzfristig parat.

Ein Zelt benötigt die Stadt nicht mehr, stattdessen sollen die Lehrküche und weitere Räume der Overbergschule genutzt werden.

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