Schnelles Internet für Hilbeck und Budberg soll Mitte Juli starten

+
Die Firma Muenet will die Internet-Kunden in Hilbeck und Budberg ans schnelle Glasfasernetz anbinden.

Werl - Mitte Juli sollen die ersten Kunden in Hilbeck und Budberg dank der Anbindung ans Glasfasernetz schneller im Internet surfen können. Das sagte Patrick Nettels, Geschäftsführer der Firma Muenet, auf Anfrage.

In Hilbeck seien die nötigen Bauarbeiten bereits beendet, in Budberg sollten die Arbeiten am Donnerstag abgeschlossen werden. In Hilbeck seien drei neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt worden, erläuterte Nettels. Die grauen Kästen sind sozusagen die Bindeglieder zwischen der Glasfasertechnik und den herkömmlichen Kupferleitungen. Muenet bindet die Kästen ans Glasfasernetz an, die Anbindung der einzelnen Haushalte erfolgt von hier aus weiter über die normale Telefonleitung. Damit seien Übertragungsraten von bis zu 75 Mbits pro Sekunde möglich.

Anbindung zunächst per Richtfunk

Einer der Hilbecker Kästen kann über ein Querkabel direkt ans bestehende Glasfaserkabelnetz angeschlossen werden, die anderen beiden Kästen werden zunächst über Richtfunk mit dem Glasfasernetz verbunden. „Dadurch können wir schneller starten“, sagt Nettels. Im Laufe des Jahres sollen dann auch hier die Kabelanbindungen folgen. Da Muenet hierfür bestehende Leerrohre nutzen kann, sind hierfür keine Tiefbauarbeiten nötig. Über eine Strecke von 2,5 Kilometern würden die Glasfasern mit Luftdruck durch die Rohre geblasen. Für die Kunden mache es keinen Unterschied, ob die Kästen über Kabel oder per Funk ans Glasfasernetz angeschlossen sind, versichert Nettels. Erst, wenn es in Zukunft einmal darum gehe, Glasfaseranschlüsse direkt bis in die Häuser zu legen, um noch höhere Bandbreiten zu ermöglichen, sei hierfür eine Kabelanbindung der Multifunktionsgehäuse notwendig. Auch nach der Kabelanbindung soll die Richtfunkverbindung als Absicherung aufrecht erhalten werden, sagt Nettels. 

Auch in Budberg erfolgt die Anbindung des Multifunktionsgehäuses an der Michaelstraße zunächst per Richtfunk und erst später über ein Glasfaserkabel. Ob und welche Leerrohre hierfür verwendet werden können, stehe noch nicht endgültig fest. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Antennen für den Richtfunk an den Kästen montiert werden. Nach der Abnahme durch die Telekom könnten dann nach und nach die Anschlüsse der Kunden umgestellt werden, so Nettels. Kurz darauf soll ein für jeden frei zugängliches Wlan-Netz in Budberg an der Gemeinschaftshalle und in Hilbeck am Dorfplatz am Strangbach eingerichtet werden. 

Das Unternehmen Muenet aus Rosendahl im Münsterland hatte Ende vergangenen Jahres Interesse daran gezeigt, Hilbeck und Budberg ans schnelle Glasfasernetz anzubinden – allerdings nur, wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen. Auch dank der Hilfe zahlreicher Multiplikatoren aus den beiden Ortsteilen überzeugte Muenet im Februar und März letztlich ausreichend Kunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare