Unternehmen nach Einigung mit Stiftung

"Wichtiger Schritt für die weitere Arbeit an einer guten Gesamtlösung für Kettler"

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Kettler sieht in der Einigung mit der Stiftung einen wichtigen Schritt aus der Krise

"Die Einigung mit der Heinz Kettler Stiftung ist ein wichtiger Schritt für die weitere Arbeit an einer guten Gesamtlösung für Kettler." Das teilte die Kettler Freizeit GmbH am Freitagmittag mit. Nun arbeite das Unternehmen weiter "an einer zukunftsfähigen Lösung".

Werl/Ense - Denn gerettet ist der Freizeitartikler aus Werl und Ense mit der aktuellen Entwicklung noch lange nicht. Aber die Einigung schafft wichtige Luft. Die Geschäftsführung und das beratende Team basteln demnach "mit Hochdruck" an der Zukunftssicherung, teilt Stefanie Risse aus der Unternehmenskommunikation auf Anfrage unserer Redaktion mit. Zugleich bestätigte Kettler die Einigung mit der Kettler-Stiftung.

Das Unternehmen Kettler habe einen so genannten „unechten Massekredit“ mit der Stiftung abgeschlossen. "Das ist ein üblicher Vorgang in einem Insolvenzverfahren, wenn Sicherheiten eines Gläubigers im Verfahren für die Aufrechterhaltung des Betriebes genutzt werden sollen", erläutert Stefanie Risse. Der Heinz Kettler Stiftung dienen die Warenbestände demnach als Sicherheit. 

Das Darlehen werde insofern weitergeführt, als die Warenbestände genutzt werden dürfen. "Diese müssen bei Verbrauch bzw. Veräußerung gegenüber der Stiftung abgerechnet werden. Auch das ist ein üblicher Vorgang", teilt die Firma mit, die innerhalb kurzer Zeit zum dritten Mal Insolvenz angemeldet hatte. 

Für die Stiftung sei das Vorgehen vorteilhaft, "weil der Warenbestand als Sicherheit auf diese Weise werthaltiger bleibt und die Stiftung höhere Zahlungen auf ihr Darlehen erhält, als dies in einer Liquidation möglich wäre". Für den Geschäftsbetrieb sei ein solcher „unechter Massekredit“ zugleich notwendig, um die Weiterführung zu ermöglichen. "Ein unechter Massekredit schafft insofern regelmäßig eine Win-Win-Situation", beide Seiten haben etwas davon, sagt Stefanie Risse. Und sie betont: "Wir freuen uns, dass wir mit der Heinz Kettler Stiftung eine gute Einigung gefunden haben." In einem langen Ringen war in der aktuellen Krisensituation um eine Lösung gerungen worden. 

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