Maßarbeit beim Einsatz

Feuerwehr fährt mit Drehleiter in Scheune, um verängstigte Katze zu retten

Die Feuerwehr Werl rettete mit Drehleiter eine Katze aus dem Gebälk einer Scheune.
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Die Feuerwehr Werl rettet mit der Drehleiter eine Katze aus dem Gebälk einer Scheune.

Für das Drehleiter-Team der Werler Feuerwehr war es wohl einer der bisher ungewöhnlichsten Einsatzorte. Für die Rettung einer Katze, die verängstigt im Gebälk einer Scheune kauerte, musste das Trio Maßarbeit leisten.

Werl - Kurz nach 15 Uhr hatte sich am Donnerstag ein Landwirt aus Sönnern bei der Feuerwehr gemeldet, dem die fremde Katze in seiner Scheune aufgefallen war.

Die Katze habe nach der Schilderung des Landwirts bereits die ganze Nacht über in 12 Metern Höhe regungslos unter dem Scheunendach verbracht und sich offensichtlich nicht mehr herunter getraut, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Auch vor dem Hintergrund der extremen Minusgrade habe man sich schnell entschlossen, zu helfen.

Die Katze kauerte ängstlich im Scheunen-Gebälk.

Das der Einsatz einer tragbaren Leiter zu gefährlich gewesen wäre, entschied sich die Feuerwehr dafür, es mit der Drehleiter zu versuchen. Der Landwirt räumte ein paar Strohballen aus dem Weg, um Platz für das Großfahrzeug zu schaffen. Die Feuerwehr schüppte noch etwas Schnee zur Seite.

Katze zischt sofort davon

Dann begann die Maßarbeit. Langsam fuhr die Drehleiter durchs Scheunentor. Es war gerade genug Platz, um die Stützen auszufahren. Der Maschinist steuerte seine zwei Kameraden im Korb behutsam in Richtung Katze. Die ließ sich bereitwillig aufnehmen und war offensichtlich wohl auf. Zurück am Boden sei sie sofort davongezischt, so der Feuerwehrsprecher.

Maßarbeit in der Scheune: Die Feuerwehr fuhr mit ihrem Großfahrzeug ins Gebäude, um die Katze zu retten.

Für die Feuerwehr war die ungewöhnliche Tierrettung auf engstem Raum gleichzeitig eine willkommene Übung. „Das hat den Kameraden schon auch Spaß gemacht, das mal auszuprobieren.“ In einer großen Industriehalle hätten sie die Drehleiter ja schonmal eingesetzt, der Einsatz in einer Scheune sei aber auch für die erfahrenen Kameraden Neuland gewesen.

Tierrettung gehört zum Aufgabenspektrum

Die Tierrettung gehört zum klassischen Aufgabenspektrum der Feuerwehr. Erst kürzlich retteten die Werler Einsatzkräfte eine verängstigte Katze aus einem Baum.

In Ense war die Feuerwehr am Freitag im Einsatz, weil jemand gemeldet hatte, dass ein Schwan auf einer Wasserfläche festgefroren sei.

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